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Die 4-Tage Woche - wird sie in Schweizer Unternehmen bald Realität?!

Veröffentlicht am 11.12.2019 von Fredy Pillinger
4-Tage Woche
Die flächendeckende Einführung der 4-Tage Woche liefert in der Schweiz seit geraumer Zeit Anlass für Diskussionsstoff. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die aktuelle Situation und versorgen Sie mit wichtigen Fakten zu diesem Thema.
Was versteht man unter einer 4-Tage Woche?
Das Prinzip der 4-Tage Woche besteht darin, das Arbeitspensum von 5 Werktagen auf vier Tage aufzuteilen, die sich dann entsprechend produktiv gestalten sollten. Fragen des Urlaubsanspruches und der Entgeltregelung sind zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung im Vorfeld zu klären.
 
Welche positiven Effekte erhofft man sich von der 4-Tage Woche?
Experten gehen von folgenden langfristigen Vorzügen der 4-Tage Woche aus:
  • Verkürzte Arbeitswoche bei gleichem Lohn
  • Mehr Effizienz im Betrieb, denn "zufriedene Mitarbeiter leisten mehr"
  • Rückgang von Krankenständen
Studien, welche derartige Annahmen durch konkrete Fakten und Erkenntnisse stützen würden, sind derzeit noch dünn gesät, aber grundsätzlich vorhanden. Hier ein Beispiel:

Ein neuseeländisches Unternehmen hat für die Dauer von 2 Monaten seine Arbeitszeitregelung bei gleichbleibendem Lohn von der 5-Tage-Woche auf eine 4-Tage-Woche umgestellt. Die Ergebnisse wurden von Forschern der University of Auckland und der Auckland University of Technology analysiert und in Form einer Studie veröffentlicht. Das Fazit: Die Produktivität der Beschäftigten stieg um durchschnittlich 20 Prozent, es herrschte eine bessere Stimmung am Arbeitsplatz und das integrative Team-Building wurde spürbar gestärkt.
 
In der wirtschaftlichen Praxis existieren bereits einige Erfolgsbeispiele. So bieten die Internetriesen Amazon und Google Ihren Mitarbeitern seit geraumer Zeit ein 4-Tage Arbeitszeitmodell bei vollem Lohnausgleich an. Alternativ können sich die Beschäftigten auch dafür entscheiden, weiterhin fünf Tage in der Woche zu arbeiten. Um zu verhindern, dass an arbeitsfreien Tagen überhaupt keine Produkte hergestellt, ausgeliefert bzw. verkauft werden, können in Fertigung, Vertrieb und Verwaltung Arbeitsgruppen im Schichtbetrieb (zeitversetzter Betrieb) gebildet werden: Team A arbeitet von Montag bis Donnerstag, Team B von Dienstag bis Freitag.
 
 
Fazit
Grundsätzlich ist der Ansatz der 4-Tage Woche sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Leider konnte sich dieses Arbeitszeitmodell in der Schweiz bislang noch nicht voll durchsetzen, was allerdings nur eine Frage der Zeit sein sollte.