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Von umfassendem 360°-Feedback profitieren

Veröffentlicht am 14.11.2019 von Fredy Pillinger
360° Feedback
360°-Feedback ist eine ganzheitliche Feedbackform, die die beruflichen Beziehungen einer Führungskraft in all ihren Facetten bewertet. Hier erhalten Sie Information über ein Feedback, das einem Unternehmen einen Reihe wertvoller Vorteile generieren kann.
Die Voraussetzungen genau klären
Feedback funktioniert nur, wenn es ehrliche Antworten gibt und wenn die Bereitschaft, Feedback zu geben und Feedback zu empfangen auch wirklich vorhanden ist. Deshalb ist es wichtige Voraussetzung, dies zunächst zu kommunizieren und um die Bereitschaft aller Beteiligten zu werben. Es hat hohe Bedeutung, dass alle verstehen, dass das Unternehmen und alle, die davon abhängen, vom Feedback nachhaltig profitieren werden. Mit "alle" sind in diesem Zusammenhang nicht nur die Mitarbeiter vom Azubi bis zum Chef gemeint. Auch Kunden und Geschäftspartner haben ihren Nutzen. Durch dieses vielfältige Feedback haben die 360° des Feedbacks ihre Bezeichnung. Es ist ein ganzheitliches Feedback, das durch seinen Facettenreichtum wirklich aufschlussreich ist. Das gilt aber nur, wenn alle Teilnehmer ehrliche Bewertungen verwirklichen. Die Anonymisierung des Feedbacks ist in diesem Zusammenhang natürlich ein wichtiger Faktor.
 
Kategorien des Feedbacks kennenlernen
Eine Führungskraft ist durch ein variantenreiches Fähigkeitsprofil charakterisiert. Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit, Problemlösefähigkeiten und Konfliktmanagement, Organisationskompetenz und Ergebnisorientierung, Sozialverhalten und Führungsstil sind nur einige der Faktoren, die eine Führungspersönlichkeit charakterisieren und daher im Feedback auch bewertet werden sollten. Wichtig ist dabei, dass nur Fähigkeiten in das Feedback einbezogen werden sollten, an denen die Führungskraft auch etwas ändern kann. Denn nur dann ist Feedback effizient und relevant für den unternehmerischen Erfolg. Der Fragebogen ist nach dem Punktesystem konzipiert, bei dem Teilnehmer zwischen 1 und 5 jede der Fähigkeiten bewerten können. Somit ist das Feedback danach leicht auszuwerten. Im Idealfall wird es dann grafisch aufbereitet und der Führungskraft präsentiert. Selbstverständlich sollten dabei nicht nur die Schwächen, sondern auch die Stärken akzentuiert werden. Dies fördert die Motivation des Feedbacknehmers zu Veränderungen, was sich wiederum positiv auf die Bereitschaft der Feedbackgeber auswirkt. Denn diese freuen sich darüber, dass ihr Feedback konstruktiv umgesetzt wird.
 
Vorteile generieren, Nachteile vermeiden
Das Feedback, das die Führungskraft durch diese Form erhält, ist sehr facettenreich. Es wird daher von den Führungskräften oft sorgfältig in die eigene Entwicklung integriert. Durch die Anonymisierung des Fragebogens ist das Feedback in aller Regel ehrlich und somit konstruktiv. Die Führungskraft wird oft zudem von den Angestellten wertgeschätzt, weil die Bereitschaft zum Feedback vorhanden ist und die Meinung der Mitarbeiter respektiert wird. Nachteilig kann es allerdings sein, dass Feedbackteilnehmer durch Anonymisierung die Möglichkeit haben, das Feedback zu missbrauchen. Dies kann oft dadurch vermieden werden, dass das Feedback nicht dann durchgeführt wird, wenn es Unternehmensschwierigkeiten gibt. Zudem ist es immer wertvoll, vor der Feedbackrunde im Rahmen eines Briefings darauf hinzuweisen, dass das Feedback nicht nur der Führungskraft und dem Unternehmen, sondern auch den Angestellten dienen wird.