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Auseinandersetzung im Arbeitsumfeld? So funktioniert Konfliktlösung im Unternehmen!

Veröffentlicht am 24.02.2020 von Fredy Pillinger
Gut miteinander streiten
Ein Konflikt im Unternehmen kann zum handfesten Krach ausarten, wenn er nicht rechtzeitig un richtig bearbeitet wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Auseinandersetzung unter Arbeitnehmern oder mit dem Chef handelt. Hier erhalten Sie einen Ratgeber, mit dem Konflikte am Arbeitsplatz gut zu behandeln sind.
Arbeitskonflikt hat auch Vorteile
Ein Konflikt am Arbeitsplatz ist natürlich etwas Unangenehmes. Aber er hat eine Ursache, die nicht nur die zwischenmenschlichen Beziehungen beeinträchtigt, sondern auch die erfolgreiche Zusammenarbeit für den Erfolg des gemeinsamen Unternehmens. Können diese Ursachen bearbeitet werden, kann die Effizienz erfreulich verbessert werden. So können unter Umständen Kunden zügiger bedient werden, wenn die Zusammenarbeit zwischen Bestellannahme und Versand besser klappt, oder die Produktion wird hochwertiger, wenn das Zuliefermanagement optimiert wird. Zudem steigt auch die Arbeitsmotivation, wenn das Klima am Arbeitsplatz nicht durch einen Konflikt gestört wird.
 
Streiten - aufgeschlossen, respektvoll und höflich sein!
Die Überschrift fasst die drei wichtigsten Dinge für eine effektive Diskussion bereits zusammen. Die solide Basis für jede konstruktive Auseinandersetzung ist die Aufgeschlossenheit dafür, das jeder seinen Beitrag zur Diskussion des Themas leisten kann und soll. Eng mit dieser Auffassung ist der Respekt verbunden: Er beinhaltet, dass auch anderen Ansichten und die Personen, die diese vertreten, Wertschätzung verdienen. Höflichkeit ist eine Selbstverständlichkeit, aber kann bei hitzigen Auseinandersetzungen selbst von Erwachsenen oft nicht immer optimal umgesetzt werden. Hier ist es wichtig, dass eine unabhängige Person eine Diskussion moderiert und gegebenenfalls auf den Wert oder die Wichtigkeit guter Umgangsformen hinweist. Es wird selten eine Konfliktlösung geben, mit der alle hundertprozentig zufrieden sein werden. Aber es ist gut und richtig, wenn jeder seine Meinung in diesem Kontext sanktionsfrei und in respektvollem Rahmen hat vertreten dürfen. Denn wer nicht berücksichtigt wird, ist häufig auch nicht motiviert, sich am Arbeitsplatz zu engagieren.
 
Konfliktphasen: Welche gibt es und was ist dabei bedeutsam?
In der ersten Phase der Konfliktbewältigung sollte eine explizite Wertschätzung aller Teilnehmerbeiträge erfolgen, so dass jeder ungezwungen an der Diskussion mitmachen kann. In der zweiten Phase werden Rückfragen zu Diskussionsbeiträgen integriert, da es die Basis einer fruchtbaren Diskussion ist, wenn jeder über den gleichen Kenntnisstand verfügt. Im dritten Teil wird auch die Perspektive betrachtet, die den Wert des Diskussionsergebnisses für jeden Teilnehmer dokumentiert. Nur dann, wenn jeder einschätzen kann, was die Diskussion für den anderen bedeutet, kann ein Ergebnis erarbeitet werden, das für alle akzeptabel ist. Natürlich ist ein Konsens oder ein Kompromiss manchmal auch suboptimal - aber zumindest vor eine Regelung erarbeitet, an der alle beteiligt gewesen sind. Dies dient der Diskussionskultur im Unternehmen und kann die Arbeitnehmermotivation erfreulich verbessern. Für Konflikte gilt also: Die schlechteste Lösung ist es in aller Regel, nicht zu diskutieren.