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Smartphone-Nutzung während der Arbeitszeit

Veröffentlicht am 04.03.2020 von Fredy Pillinger
Smartphone
Als ständiger Begleiter ist das Smartphone für die meisten längst nicht mehr wegzudenken. Immerhin hat es einen grossen praktischen Nutzen. Dass darunter jedoch die Aufmerksamkeit leidet, ist inzwischen zu einem echten Problem für viele Unternehmen geworden.
 
Das sagt die Wissenschaft
Wie sehr uns das Smartphone beeinflusst, ist mittlerweile auch ein Thema der Wissenschaft geworden. So wurde an der Universität Ulm eine Untersuchung durchgeführt, die belegt, dass die Leistung tatsächlich nachlässt, je häufiger wir zum Telefon greifen. Die Probanden, die das Smartphone während der Arbeit beiseite legen, erzielten eine deutlich höhere Produktivität als diejenigen, die immer wieder auf das Display schauten. Aber auch, wer nur in der Freizeit zur exzessiven Nutzung des mobilen Gerätes neigt, bringt weniger Leistung während der Arbeit und lässt sich generell leichter ablenken. Besonders schlecht schnitten in der Studie die Personen ab, die eine Tendenz zur Smartphone-Sucht zeigten. Hier war die gesamte durchschnittliche Tagesleistung auf einem messbar niedrigeren Niveau als bei den abstinenten Kollegen. Häufige Ursachen zu übersteigertem Smartphone-Konsum kann Unsicherheit oder der Wunsch sein, einer stressigen Situation aus dem Weg zu gehen. Anspruchsvolle Aufgaben werden auf diese Weise häufig unterbrochen und dadurch am Ende noch schwerer zu bewältigen. Dass das für den Arbeitgeber problematisch ist, lässt sich nachvollziehen.
 
Verbote am Arbeitsplatz
Immer mehr Betriebe untersagen deshalb die private Nutzung während der Arbeit. Diese Verbote können neben dem eigenen Telefon auch das Diensthandy einschliessen. Doch auch wenn keine expliziten Regeln formuliert sind, sollte man sensibel mit dem Smartphone umgehen. Fällt jemand mehrfach dabei auf, wie er die anstehende Arbeit wegen des Mobilgerätes vernachlässigt, riskiert nicht nur eine Abmahnung. Bei besonders strengen Vorgesetzten ist sogar mit einer Kündigung zu rechnen. In der Pause ist die Nutzung hingegen selten ein Problem und kann für gewöhnlich nicht untersagt werden, sofern dadurch keine Produktionsabläufe gestört werden.
 
Eine Frage der Gewohnheit
Um solchen Ärger zu vermeiden, lässt man das Smartphone am besten an einem nicht sofort zugänglichen Ort. Denn in den meisten Fällen geschieht der Griff zum Telefon unbewusst. Um sich diesen Automatismus abzugewöhnen, reicht es meist schon aus, das Smartphone einige Meter entfernt zu verstauen. Denn befindet es sich ausser Sichtweite, denken wir weniger häufig daran. Zudem können wir den Reflex besser unterdrücken, sobald etwas mehr Aufwand nötig ist, um das Display zu checken. Diese Form der Entwöhnung kommt schlussendlich nicht nur der Produktivität, sondern auch uns selbst zugute. Statt die leichte Ablenkung zu suchen, sind wir während des gesamten Tages ausgeglichener und können uns auf die wesentlichen Dinge sehr viel besser konzentrieren.