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Home-Office und Coronakrise: Zukunftsmodelle verändern die Arbeitswelt

Veröffentlicht am 23.04.2020 von Fredy Pillinger
Home Office
Aufgrund des grassierenden Coronavirus sehen sich viele Unternehmen gezwungen, in den Home-Office-Modus zu wechseln. Die Digitalisierung des Arbeitsplatzes stellt sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter vor grosse Herausforderungen.
Home-Office: Unverhoffter Arbeitsplatzwechsel vom Büro ins Zuhause
Die aktuellen Geschehnisse rund um Corona samt den Bundesratsbeschlüssen schränken den Alltag in der Schweiz ein. Das betrifft gleichermassen das öffentliche Leben wie den privaten und beruflichen Bereich. Der Wandel herkömmlicher Arbeitsformen ist seit Jahren im Gange: Für viele Betriebe wird dieser als Arbeitswelt 4.0 bezeichnete digitale Transformationsprozess jedoch unerwartet früh Realität. Um die Geschäftstätigkeit aufrechterhalten zu können, werden die Beschäftigten angehalten, ihre Berufstätigkeit zumindest vorübergehend in den eigenen vier Wänden auszuüben.
 
Gelungener Start in den digitalen Arbeitsalltag
Um Startprobleme zu vermeiden, sind von Unternehmer- wie von Bedienstetenseite geeignete Massnahmen zu treffen. Die Arbeit zu Hause geht flüssiger von der Hand, wenn das Umfeld passend eingerichtet und organisiert ist. Dazu bedarf es unter anderem der möglichst störungsfreien Arbeitsatmosphäre und einer ergonomisch angepasster Sitzgelegenheit. Das Tragen gewohnter Arbeitskleidung sowie das Entfernen von Alltagsgegenständen aus dem Blickfeld steigern Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.
 
Geeignete IT-Ausstattung für das Home-Office bereitstellen
Gefordert ist auch der Arbeitgeber. Ihm obliegen die Zurverfügungstellung entsprechender Ressourcen sowie Ausarbeitung und Kommunikation klarer Richtlinien. In puncto technischer Arbeitsmittel sind neben der Erreichbarkeit via Telefon ein Laptop oder Desktop-PC mit Internetzugang Grundvoraussetzung. Telefonkonferenzen und Videomeetings sollen den vertrauten Gedankenaustausch im Büro ersetzen. Das lässt sich im Home-Office mit Softwarelösungen für die Echtzeitkommunikation bewerkstelligen - beispielsweise Microsoft Skype, Cisco Webex, Zoom, Discord oder TeamViewer Blizz.
 
Vorgesetzte pflegen eine neue Vertrauenskultur
Angestellte im Home-Office verbessern sich bezüglich Selbstorganisation, zugleich etablieren die Verantwortlichen im Idealfall eine neue Unternehmenskultur. Frei nach dem Motto "Vertrauen statt Kontrolle" kann sich eine solide Vertrauensbasis in Betrieben mit ausgelagerten Arbeitsplätzen nur lohnen. Wenn Vorgesetzte auf Wertschätzung und Kooperation statt auf Überwachung setzen, steigt die Motivation der Mitarbeiter, was dem Unternehmen wiederum einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil verschafft.
 
Klare Richtlinien bezüglich Arbeitszeit vorgeben
Damit Berufsleben und Privatleben getrennt bleiben, ist eine verbindliche Regelung von Arbeits- sowie Erreichbarkeitszeiten erforderlich. Gesetzliche Maximalarbeitszeiten gelten auch für das Home-Office. Ob die tägliche Arbeit zu fixen oder flexiblen Zeiten zu leisten ist, kann individuell vereinbart werden. Wie im Betrieb sind Arbeitszeiten auch im Heimbüro zu dokumentieren. Arbeitnehmer sind für die Erfassung ihrer Arbeitszeit zuständig und der Arbeitgeber stellt dafür geeignete Mittel zur Verfügung.
 
Die Möglichkeiten des Home-Office als Zukunftsmodell nutzen
Alle Teammitglieder können sich einbringen, um die Qualität der Zusammenarbeit in Zeiten von Corona aufrechtzuerhalten. Gegenseitige Toleranz ist besonders in der Umstellungsphase auf die Heimarbeit wichtig, damit sich zum Teil ungewohnte Arbeitsabläufe konfliktfrei einspielen können. Mittels passender Werkzeuge und klarer Richtlinien lassen sich viele technische Schwierigkeiten und Kommunikationsprobleme vermeiden.
 
Zahlreiche Unternehmen sind aus aktuellem Anlass mehr oder minder unfreiwillig in den Home-Office-Modus übergewechselt. Doch dieses flexible Arbeitsmodell birgt ein grosses Zukunftspotenzial, das es jetzt bestmöglich zu nutzen gilt.