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Besser schenken: die richtigen Businesspräsente für Weihnachten

Veröffentlicht am 16.12.2020 von Henrik Jasek
Weihnachtsgeschenke
Geschenke zur Weihnachtszeit sollen Freude bereiten und die Beziehungen zu Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern festigen. Alljährlich tauchen in Firmen jedoch Präsente auf, die diesen Zweck nachhaltig verfehlen. Dieser Artikel zeigt Ihnen auf, was Sie beachten müssen, wenn Sie diese Saison besser schenken möchten.
Grundsätzliches zur Geschenkauswahl
Spätestens nach den Weihnachtsferien türmen sich in Unternehmen mit Logos bedruckte Tassen, Kugelschreiber, USB-Sticks oder haufenweise Weinflaschen. Diese Massenpräsente haben den Schenkenden viel Geld gekostet, verfehlen jedoch nicht zuletzt aufgrund der Austauschbarkeit ihr Ziel beim Empfänger und verschwinden in der Nichtbeachtung. Kein besseres Schicksal ist so manchen Innovationen und kreativen Einfällen beschieden, die in Schränken landen, bis sie im Folgejahr beim Schrottwichteln ihren einzigen grossen Auftritt haben. Als "weihnachtliche Verschwendung" tituliert der US-Professor Joel Waldvogel von der Wharton University diese Flut der ungeliebten Präsente. Die hohe Kunst des Schenkens zu beherrschen bedeutet, die enge Lücke zwischen unnützem Kram und zu viel des Guten abzupassen. Bei der Auswahl muss ebenfalls beachtet werden, dass ein Geschenk Ihre Unternehmenskultur reflektiert, damit Sie in Erinnerung bleiben. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei auch die Verpackung. Studien haben herausgefunden, dass Freude und Zufriedenheit über ein Geschenk steigen, je ansprechender es präsentiert wird. Auf diese Weise werten Sie selbst Kleinigkeiten auf. Abstand nehmen sollten Sie von Geldgeschenken. Der Beschenkte wird Ihnen automatisch unterstellen, sich keine Gedanken gemacht zu haben.
 
Zu teure Geschenke können als Bestechungsversuch gewertet werden
Bevor Sie darüber nachdenken, dem Geschäftspartner ein exklusives Wellnesswochenende zu Weihnachten zu spendieren, sollten Sie über die Dynamik solcher Geschenke nachdenken. Hochpreisige Präsente bringen den Beschenkten in Zugzwang. Entweder in Form von ebenso teuren Gegengeschenken oder zu Gefälligkeiten, die auf Verpflichtungen, aber nicht auf freier Wahl beruhen. Einige Unternehmen werten solche Luxuspräsente als Bestechungsversuch und haben entsprechend strikte Corporate Compliance Regelungen erlassen. Das bedeutet, Geschenke, die einen gewissen Betrag übersteigen, müssen abgelehnt werden. Informieren Sie sich daher unbedingt im Vorfeld über solche Richtlinien. Ebenfalls beachten müssen Sie die Hierarchien in einem Unternehmen. Als Faustregel gilt, dass Manager und Sekretärin nicht dasselbe Geschenk erhalten sollten. Selbst dann nicht, wenn Sie den guten Geist des Hauses sehr schätzen.
 
Diese Präsente kommen in der Geschäftswelt immer an
Einige Klassiker unter den Präsenten verfehlen nie Ihren Zweck beim Adressaten. Sofern der Beschenkte nicht gerade auf Diät ist oder Probleme mit dem Blutzuckerspiegel hat, sind edle Pralinen, Schokolade oder hochwertiges Gebäck immer eine gute Wahl. Gehen die Geschenke ins Ausland, beachten Sie religiöse Speisevorschriften. Die meisten Naschereien sind jedoch koscher oder halal. Spirituosen sind nicht jedermanns Geschmack und es wäre doch schade, wenn der Cognac von einem Whisky-Liebhaber einfach weiterverschenkt wird. Champagner kommt hingegen stets gut an, vor allem dann, wenn Sie als Verpackung eine aparte Holzkiste wählen. Gerne genommen werden hochwertige Tees oder Kaffeespezialitäten. Unternehmen, die für Nachhaltigkeit stehen, können das auch in ihren Geschenken dokumentieren. Wie wäre es mit Köstlichkeiten aus der Region? Oder Büroprodukten aus komplett nachwachsenden Materialien? Hochwertige lokale Produkte ermöglichen es Ihnen ebenfalls, Zeichen der Nachhaltigkeit zu setzen. Beliebt sind Bücher oder Bildbände. Allerdings müssen Sie hier vorab die Vorlieben des Beschenkten recherchieren. Alternativ greifen Sie zu einem Gutschein einer Buchhandlung. Pluspunkte gibt es, wenn ein Geschenk vermittelt, dass Sie Zeit und Mühe investiert haben. Das erreichen Sie mit selbstgemachten Anhängern oder Karten.
 
Geheimtipp für die richtige Präsentauswahl

Sie haben die Einkaufsliste für Ihre Präsente erstellt, können sich jedoch nicht richtig entscheiden? Dann beachten Sie bei der Auswahl die folgende Grundregel aus der Verhaltensforschung: Ein Geschenk ist dann perfekt, wenn es einen Wunsch des Bedachten erfüllt, sich die Person den Gegenstand oder die Leckerei niemals selbst gegönnt hätte. Der tatsächliche Preis des Präsentes ist dabei nebensächlich. Viel eher geht es darum, dass Sie sich im Vorfeld Gedanken über die Bedürfnisse des Empfängers gemacht und dann Zeit investiert haben, um das passende Geschenk zu finden. Genau diese Geste löst Freude beim Empfänger aus.