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Gute Umgangsformen im Job - eine Frage der Unternehmenskultur

Veröffentlicht am 13.01.2021 von Fredy Pillinger
Gute Umgangsformen
Gute Umgangsformen und Manieren? Respekt, Anstand und Etikette? Fast hat es den Anschein, dass gute Umgangsformen im Job einer Kultur aus Ellenbogenmentalität, Konkurrenzverhalten und Mobbing gewichen sind. Insoweit sind jeder einzelne Mitarbeiter beziehungsweise die Führungsriege gefordert, wenn es um die Etablierung von guten Umgangsformen geht. Welche wichtig im Job sind, und wie sie sich verändern beziehungsweise verbessern lassen - hier sind die wichtigsten Informationen.
Was sind gute Umgangsformen?
Viele Menschen sind der Auffassung, dass eine freundliche Bitte oder Danke bereits ausreicht, um ein Mindestmass an guten Manieren zu erfüllen. Tatsächlich gehen gute Umgangsformen im Job weit darüber hinaus. Sie beginnen bei der Begrüssung und reichen über das anderen Menschen Türe aufhalten bis zu zahlreichen Eigenschaften, die massgeblich sind für einen positiven Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen. Insoweit handelt es sich bei Umgangsformen um gute und wünschenswerte Verhaltensweisen, die im zwischenmenschlichen Kontext und im Umgang mit anderen Menschen als positiv angesehen werden. Massgeblich für positive Verhaltensweisen sind die Kinderstube und das, was Sie in Ihrem Elternhaus gelernt haben. Eltern oder andere Erziehungsberechtigte sind insoweit federführend. Wer hier keinen guten Lehrmeister hatte, muss nicht verzweifeln. Denn gute Manieren lassen sich auch durch Workshops und Seminare, aber auch autodidaktisch erlernen.
 
Gute Umgangsformen im Business
Beispiele für gute Umgangsformen im Job sind Höflichkeit, Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit, Zuverlässigkeit sowie gute Tischmanieren.
 
  • Höflichkeit und ein freundliches Auftreten sind die Basis guter Umgangsformen im Berufsleben. Das gilt für alle Bereiche gleichermassen, für den Kontakt mit Vorgesetzten und Kollegen, mit Lieferanten und Geschäftspartnern und natürlich mit Kunden. Dazu gehört auch eine freundliche und herzliche Begrüssung, die durch die richtige Anrede des Gegenübers von Respekt und Achtung getragen wird.
  • Pünktlichkeit: Sie ist die Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Arbeitsverhältnis. Wer sich nicht an diese Vorgabe hält, wird früher oder später seinen Arbeitsplatz verlieren.
  • Aufmerksamkeit: Ungeteilte Aufmerksamkeit ist eine Eigenschaft, die beruflichen und privaten Gesprächen dienlich ist. Es ist ein Zeichen von fehlendem Respekt, Achtlosigkeit und Gleichgültigkeit, sich gelangweilt abzuwenden oder fortwährend auf das Smartphone zu starren.
  • Zuverlässigkeit: Wer zuverlässig im Job ist, geniesst ein höheres Ansehen. Denn Zuverlässigkeit ist gleichbedeutend mit einer guten Vertrauensbasis, die der Türöffner für verantwortungsvollere Aufgaben ist. Wer sich einen Namen durch Unzuverlässigkeit macht, wird diesen Stempel nur schwer wieder loswerden.
  • Gute Tischmanieren: Wenn Sie mit Kollegen oder Ihrem Chef in der Mittagspause essen geht, werden bei einem gemeinsamen Essen schlechte Tischmanieren schnell unangenehm auffallen. Der Umgang mit Messer und Gabel, eine aufrechte Sitzhaltung, eine Nahrungsaufnahme ohne unästhetisches Kauen und Schmatzen sowie der Gebrauch einer Serviette sind unabdingbare Verhaltensweisen, die Sie beherrschen sollten. Das gilt umso mehr, wenn Sie mit Geschäftspartnern oder Kunden Essen gehen. Mit schlechten Tischmanieren haben Sie schlechte Karten und befördern sich geradewegs ins Aus.
 
Warum gute Umgangsformen im Job wichtig sind
Es geht nicht nur darum, dass Sie mit guten Umgangsformen am Arbeitsplatz einen guten Eindruck erwecken beziehungsweise hinterlassen. Stattdessen wirken sich gute Manieren auf das gesamte Arbeitsklima und auf die Unternehmenskultur aus. Ein höflicher und respektvoller Umgang mit Kollegen, dem Vorgesetzten, mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern wirkt harmonisierend. Das ist ein guter Nährboden für Verhandlungen mit Kunden und Geschäftspartnern, aber auch zwischen Chef und Mitarbeiter, wenn es um Gehaltsverhandlungen geht. Wer über gute Manieren verfügt, wirkt automatisch kompetenter und vertrauenswürdiger. Das gilt auch für das Vorstellungsgespräch, in dem Personaler auf gute Umgangsformen achten und bei der Jobvergabe mitberücksichtigen. Insoweit entscheidet nicht allein die Qualifikation über eine Zu- oder Absage.
 
Umgangsformen erlernen und verbessern
Um Ihre Umgangsformen verbessern zu können, müssen Sie zunächst wissen, welche Ihrer Umgangsformen verbesserungswürdig sind. Sofern Sie diesbezüglich Defizite haben, erhalten Sie möglicherweise aus Ihrem Umfeld eindeutige Signale in Form von Anspielungen oder direkter sowie diskret verpackter Kritik. Es bleibt Ihnen auch unbenommen, eine Person Ihres Vertrauens danach zu fragen. Eine Verbesserung der Umgangsformen ist jedoch nur möglich, wenn Sie positive Werte und Verhaltensweisen verinnerlichen. Nur dann werden sie auch zur Gewohnheit. Wichtig ist, dass Sie am Ball bleiben und üben, üben, üben. Möglicherweise gibt es auch ein Vorbild in Ihrem direkten Umfeld, an dem Sie sich orientieren können. Veränderungspotenzial kann es in unterschiedlichen Bereichen geben, zum Beispiel in Bezug auf Höflichkeit und Selbstkontrolle, auf fehlende Distanz, eine fehlerhafte Begrüssung und die damit verbundene richtige Anrede, auf den Kleidungsstil, den Gesprächsstil mit Kollegen, Vorgesetzten, Kunden und Geschäftspartnern sowie auf die Etikette bei Geschäftsessen.