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Erkältungsknigge: Wie Sie sich im Büro vor einer Ansteckung mit Grippe schützen

Veröffentlicht am 10.11.2021 von Fredy Pillinger, Verkaufsleiter ostjob.ch - Bildquelle: Getty Images
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Die Herbst- und Wintermonate sind die Zeit für saisonale Grippewellen in Mittel- und Nordeuropa. Schätzungen zufolge werden rund 5 bis 20 Prozent der Bevölkerung infiziert. Natürlich machen Influenza-Viren nicht vor Ihrer Bürotür halt. Was Sie tun können, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden - informieren Sie sich hier!
Symptome und Übertragungswege der Influenza
 
Die Inkubationszeit der Grippe liegt bei durchschnittlich ein bis zwei Tagen. Wesentlich länger ist die eigentliche Krankheitsdauer mit fünf bis vierzehn Tagen, wobei eine vollständige Genesung mehrere Wochen dauern kann. Massgeblich für die Dauer einer Influenza sind mögliche Grunderkrankungen sowie der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten. Typisches Merkmal einer Influenza ist ihr plötzlicher Beginn sowie ihre typischen Symptome, die von hohem Fieber über Halsschmerzen und Husten bis zu Muskel- und Gelenkschmerzen reichen. Als Begleiterscheinungen können Schweissausbrüche, eine allgemeine Schwäche, seltener auch Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall auftreten. Grippeviren werden über Tröpfcheninfektion übertragen. Die Ansteckung erfolgt insoweit über Niesen, Husten oder einfaches Sprechen und verläuft über die Schleimhäute und Atemwege. Bei direktem Kontakt der Hände, durch eine Umarmung oder über virushaltige Oberflächen, zum Beispiel Telefonhörer, Handy, Schreibtisch, Computertastatur, Lichtschalter und Türklinken, ist eine Ansteckung möglich.
 
Mit einfachen Regeln die Ansteckungsgefahr im Büro reduzieren
 
Es gibt einige einfache Regeln, durch deren Beachtung Sie die Ansteckungsgefahr für sich und Ihre Kollegen deutlich reduzieren.
 
  • Hustenanfälle können Sie durch den Genuss von Kräutertees oder mithilfe von Kräuterbonbons reduzieren. Um Ihre Kollegen nicht zu stören, sollten Sie Ihr Büro verlassen und in den Waschraum oder im Idealfall an die frische Luft gehen, um sich auszuhusten.
  • Niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch und drehen Sie sich von Ihren Kollegen weg. Auf diese Weise reduzieren Sie die Anzahl der ausgeschleuderten Viren.
  • Sofern Sie Ihre Nase putzen müssen, wenden Sie sich ebenfalls von Ihren Kollegen ab und schnäuzen leise in ein Papiertaschentuch, das Sie sofort entsorgen, um die Ausbreitung von Viren zu unterbinden.
  • Regelmässiges, sorgfältiges Hände waschen schützt Sie selbst und Ihre Kollegen vor Ansteckung. Dabei sollten Sie die Zwischenräume zwischen den Fingern nicht vergessen. Im Idealfall seifen Sie Ihre Hände ein und reinigen Sie rund 30 Sekunden. Fehlt es an einer Waschgelegenheit, weil Sie beispielsweise auf Reisen sind, ersetzen Sie Wasser durch Desinfektionstücher oder ein Desinfektionsgel.
  • Achten Sie auf einen hygienischen Arbeitsplatz. Dazu reinigen Sie regelmässig die Schreibtischplatte, das Telefon, Ihr Handy, die Computertastatur, Lichtschalter, Türklinken, Armlehnen sowie den Bildschirm.
  • Um sich selbst vor einer Influenza zu schützen, sollten Sie Menschenansammlungen meiden und auf grössere Veranstaltungen verzichten, zum Beispiel auf den Besuch im Fussballstadion oder im Kino. Im Idealfall halten Sie rund zwei Meter Abstand von erkälteten Personen.
  • Lüften Sie Ihr Büro regelmässig, sofern das möglich ist. Wirkungsvoll ist das sogenannte Stosslüften. Dazu öffnen Sie alle zwei bis drei Stunden das Fenster ganz weit für die Dauer von ungefähr fünf Minuten. Auf diese Weise wird die Viruskonzentration reduziert. Ganz nebenbei werden durch die frische Luft Ihr Kopf wieder frei und die Konzentrationsfähigkeit gestärkt.
 
Wenn Sie sich angesteckt haben
 
Hat es Sie trotz aller Vorsichtsmassnahmen dennoch erwischt, sollten Sie sich krankmelden und achtsam mit sich umgehen. Vermeiden Sie jegliche körperliche Anstrengung, also auch Sport. Gleiches gilt für psychische Anstrengungen, zum Beispiel Stress oder Aufregung. Ignorieren Sie das Ruhebedürfnis Ihres Körpers nicht, und kurieren Sie sich vollständig aus, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Legen Sie sich mit einer Influenza ins Bett, halten Sie sich mit einer Wärmflasche warm, und trinken Sie viel! In jedem Fall ist es sinnvoll, einen Arzt zu konsultieren, um die Auswirkungen der Grippe gegebenenfalls mit Medikamenten zu lindern, zum Beispiel mit Grippemitteln oder Schmerzmitteln, um die Muskel- und Gliederschmerzen zu reduzieren, oder mit fiebersenkenden Präparaten. Es steht Ihnen selbstverständlich frei, diverse Hausmittel oder homöopathische Mittel zu nutzen, um die Selbstheilungskräfte Ihres Körpers zu stärken und baldmöglichst gesund zu werden. Beispielhaft sind Wadenwickel, eine selbst gekochte Hühnersuppe sowie Kräutertee. Grippemedikamente helfen indes nur, wenn Sie sie frühzeitig einnehmen.
 
Haben Sie Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl, sollten Sie zuhause bleiben und nicht aus falsch verstandenem Pflichtgefühl arbeiten gehen. Melden Sie sich rechtzeitig krank, um sich in Ruhe auszukurieren. Wer das nicht tut, riskiert Folgeerkrankungen, zum Beispiel eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung.