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Probezeitgespräch - so nutzen Sie Ihre Chance

Veröffentlicht am 06.05.2019 von Fredy Pillinger
Probezeitgespräch
Bevor Sie einen neuen Job sicher haben, müssen Sie in der Regel erst einmal eine Probezeit mit einem abschließenden Probezeitgespräch bestehen. Hierbei handelt es sich um eine Testphase sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber. Eine solche Testzeit kann dabei zu einer kniffligen Angelegenheit werden. Überzeugen Sie als Arbeitnehmer in dieser Zeit den Chef nicht von Ihren Fähigkeiten, gefährdet dies womöglich Ihre Karriere. Schwerwiegende Patzer im Job sollten Sie sich daher während der Probephase nicht leisten. Aber - Sie können diese Einführungsphase auch als Chance betrachten.

Den Arbeitgeber von den eigenen Fähigkeiten überzeugen

Während der Probezeit kann sich Ihr neuer Arbeitgeber einen Eindruck über Ihre Kompetenzen, Fachkenntnisse und auch Persönlichkeit verschaffen. Sie müssen ihm in dieser Zeit beweisen, dass Sie für die Anforderungen in Ihrem neuen Job die erforderlichen Fähigkeiten mitbringen. Viele Fehler sollten Sie sich dabei auf keinen Fall leisten. Doch was kann Sie während der Probephase tatsächlich Ihren Job kosten?

Vermeiden sollten Sie im Hinblick auf das Probezeitgespräch diese Fehler:

  • Seien Sie sparsam mit Kritik am Job und an Arbeitsabläufen. Auch Verbesserungsideen sollten Sie nicht freimütig immer wieder zum Besten geben. Ansonsten kann Ihr Chef vermuten, dass Sie nicht anpassungsfähig sind.
  • Halten Sie sich aber nicht zu stark zurück. Spielen Sie Ihre Stärken aus und beweisen Sie Vorzüge, die Sie beim Vorstellungsgespräch oder im Lebenslauf erwähnt haben. Haben Sie sich zum Beispiel als teamfähig beschrieben, sollten Sie sich dann auch schnell im Kreis Ihrer neuen Kollegen integrieren und nicht still am Rand sitzen.
  • Verzichten Sie auf keinen Fall auf regelmäßiges Feedback von Ihrem Vorgesetzten. Denn so bekommen Sie heraus, was das Unternehmen von den Mitarbeitern erwartet. Durch das Feedback des Chefs können Sie Probleme oftmals frühzeitig ausräumen und - falls nötig - noch während der Probezeit eine Kurskorrektur vornehmen.
  • Beteiligen Sie sich nicht an Klatsch und Tratsch. Sonst gelten Sie ganz schnell als "Plappermaul". Halten Sie lieber eine freundliche Distanz zu Ihren neuen Kollegen. Finden Sie lieber erst einmal heraus, welche Kollegen vertrauenswürdig sind.
  • Geben Sie sich in der Probezeit keinesfalls zu kumpelhaft gegenüber den anderen Mitarbeitern. Denn durch ein flapsiges Kumpel-Gehabe wirken Sie unprofessionell. Übertreiben Sie es aber nicht mit der Distanz. 
  • Bleiben Sie freundlich, nehmen Sie das Mittagessen gemeinsam mit Ihren Kollegen ein und führen Sie freundliche Gespräche, durch die sich alle besser kennenlernen.

Finden Sie die richtige Balance

Es kommt also auf eine ausgewogene Balance zwischen freundlicher Zurückhaltung und spürbarer Motivation an. Aber auch für Sie selbst bietet die Probephase eine gute Chance, die Kollegen, die Vorgesetzten, das Arbeitsumfeld und das Unternehmen besser kennenzulernen. So finden Sie letztendlich heraus, ob Ihnen das Unternehmen und der Job überhaupt gefallen.

Probezeitgespräch - jetzt entscheidet es sich

Nach Ablauf der Probephase wartet dann das abschließende Probezeitgespräch auf Sie. In einem solchen Probezeitgespräch erfahren Sie dann, inwieweit der Chef mit Ihren Leistungen zufrieden ist und ob Ihr Arbeitsvertrag bestehen bleibt. Auf diesen Augenblick haben Sie während der gesamten Probephase hingearbeitet. Wurden Sie in dieser Zeit nicht bereits vom Chef kritisiert, sollte das Probezeitgespräch dann auch positiv verlaufen. Angst müssen Sie daher vor einem Probezeitgespräch nicht haben. Gibt es noch kleinere Probleme, können die jetzt besprochen werden. Auch Sie können jetzt durchaus Verbesserungswünsche äussern. Diese Möglichkeit sollten Sie dann auch nutzen.


Copyright ostjob.ch, 06.05.2019, Fredy Pillinger, Verkaufsleiter ostjob.ch