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Job-Tipps

Die Arbeitszufriedenheit - mit der neuen Stelle wird alles besser?

25. August 2016

Die Zufriedenheit, respektive Unzufriedenheit mit der aktuellen Arbeitssituation ist der oft der Motor für Veränderungen. Die Motivation für einen Jobwechsel oder die Stellensuche nach dem Traumjob lässt sich oft nur aus einer gewissen Arbeitsunzufriedenheit gewinnen. Außerdem ist Arbeitszufriedenheit auch ein Gradmesser für das allgemeine Lebensglück. 

Arbeitszufriedenheit - messbar oder ein Phantom?

Liest man Stelleninserate und Jobangebote ist von ihr nie Rede. Kein Arbeitgeber würde etwa in seinem Inserat für die Ostschweiz schreiben "Neben einem ausgezeichneten Gehalt bieten wir auch garantierte Arbeitszufriedenheit...". Auch wer auf Jobsuche ist, spricht regelmäßig nicht von ihr. Dennoch schwingt dieses unsichtbare Element immer mit. Jede Bewerbung enthält ungeschrieben den Wunsch nach Zufriedenheit mit dem, was man täglich tut. Interessant ist deshalb, woran sich Zufriedenheit mit der Tätigkeit festmacht, und welche Faktoren auf der anderen Seite mit großer Sicherheit unzufrieden machen. Der Zufriedenheitsfaktor lässt sich nur modellhaft umschreiben. Zum Beispiel kann es darum gehen, in welchem Maße eigene Bedürfnisse bei der Arbeit befriedigt werden. Wer sich mit dem Thema befasst, merkt allerdings schnell, dass Arbeitszufriedenheit nicht gleich Arbeitszufriedenheit ist. Es ist da auch ein zutiefst subjektives Element auszuloten. Für den einen kann es etwa negativen Stress anzeigen, wenn sein Arbeitstag im Büro sehr ausgefüllt ist, den anderen macht gerade das sehr zufrieden. Mit der Arbeitszufriedenheit ist es wie mit dem Traumjob, es handelt sich um ein höchstpersönliche Angelegenheit. Weder die Höhe des Gehalts, die Länge des Arbeitsweges oder die Zahl der Überstunden können das Thema der Arbeitszufriedenheit objektiv bestimmen. Natürlich gibt es einige Faktoren, die mit ziemlicher Sicherheit eher unzufrieden mit der eigenen Tätigkeit machen. Dazu zählen etwa Missachtung durch Vorgesetzte, wenig Spielraum für eigene Entscheidungen und eine grotesk unterdurchschnittliche Bezahlung. Darüber hinaus ist eine gewisse Unzufriedenheit in manchen Fällen sogar positiv zu sehen.

Unzufriedenheit kann kreativ machen

Rund 91 % der Schweizer Erwerbstätigen, ob Ostschweiz oder in anderen Teilen des Landes, sind zufrieden mit ihrer Arbeit. Die Schweiz steht damit im europäischen und internationalen Vergleich sehr gut da. Müssen Sie sich deshalb schlecht fühlen, wenn Sie zu den verbleibenden knapp 10 % der Arbeitnehmer zählen, die nicht zufrieden sind? Grundsätzlich nein. Zufriedenheit kann auch beqeum machen. Deshalb sollten Sie Ihre Unzufriedenheit unbedingt als Energiequelle nutzen. Diese Quelle kann Sie motivieren, endlich einen Jobwechsel anzustreben, selbst eine Bewerbung auf den Weg zu bringen und Ihre Stellensuche zu intensivieren. Auch werden Sie Stelleninserate und Jobangebote mit Ihrer Unzufriedenheit im Kopf aufmerksamer studieren und auf genau die Faktoren hin ansehen, die das Potential für Unzufriedenheit schon in sich tragen. Wer unzufrieden ist, muss auch nicht immer den Job wechseln. Neben der Jobsuche dient Unzufriedenheit gerade dazu, in der aktuellen Tätigkeit endlich die notwendigen Veränderungen anzugehen. Das kann das immer verschobene Gehaltsgespräch sein oder eine Vereinbarung zur Entlastung des Arbeitnehmers. Wechseln können Sie danach immer noch, wenn sich nichts ändert. 

Bei Unzufriedenheit nicht passiv bleiben

Ob Sie sich für eine Bewerbung, eine Jobsuche, einen Jobwechsel entscheiden oder für den Kampf um Veränderungen in Ihrer jetzigen Position, verharren Sie nicht in Ihrer Unzufriedenheit. Keine Veränderung kommt von allein, auch Ihr Traumjob klopft selten von allein an Ihre Tür. Eine Stellensuche bedarf der Aktivität. Bleiben Sie passiv, sehen Sie sich irgendwann als Opfer der Umstände. Das hat Auswirkungen auf den Rest Ihres Lebens. 
 

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