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Was macht eigentlich ein/e e Chemie- und Pharmatechnologe/-login?

26. September 2016

Wenn Chemie dein Lieblingsfach ist, du gerne an der Produktion von Kosmetika, Medikamenten, Farbstoffen oder Pflanzenschutzmitteln mitarbeiten möchtest, dann wird dich womöglich eine Ausbildung als Chemie- und Pharmatechnologe/-technologin geradeaus zu deinem Traumjob führen. Dazu gibt es jede Menge Möglichkeiten sich weiter zu qualifizieren, dementsprechend locken nach der Lehre gute Verdienstaussichten, und eine Vielzahl von Stellenangeboten macht die Jobsuche leicht.

Ein anspruchsvoller Ausbildungsberuf

Aber erst einmal heisst es, für die Ausbildung die persönlichen Voraussetzungen mitzubringen. Die Anforderungen sind hoch: Neben einer guten Gesundheit - Allergien wären ein Ausschlusskriterium - braucht es eine besondere Beobachtungsgabe, Zuverlässigkeit und Exaktheit. Wer dann noch technisches Interesse und handwerkliches Geschick mit Ausdauer kompensieren kann, darf weitere wichtige Pluspunkte für sich verbuchen. Daneben sollte man nicht nur gerne eigenverantwortlich arbeiten können, sondern auch Freude daran haben, mit einem Team zum Erfolg zu kommen. 


Vielseitige Arbeitsplätze und Fachrichtungen

Chemie- und Pharmatechnologen sind vor allem in der Ostschweiz gefragt, hier finden sich die meisten Jobangebote, weil entsprechend viele und grosse Betriebe dort angesiedelt sind. Die auch unter dem Namen Chemikant bekannten Mitarbeiter finden ihren Aufgabenbereich in der Produktion, in Versuchs- und Entwicklungslaboren. Sie bereiten in Chemie-, Pharma-, der Lebensmittel- und Kunststoffindustrie Produktionsabläufe vor, steuern und überwachen die Anlagen und sind verantwortlich für einen reibungslos funktionierenden Ablauf. 


Technisches Verständnis ist Grundlage

Dabei ist der Umgang mit Computern und Steuerungssystemen ein wichtiger Teil des Arbeitsalltages. Der komplette Herstellungsprozess wird von Chemie- und Pharmatechnologen begleitet, indem sie ihn aufzeichnen und überwachen. Gegebenenfalls greifen sie korrigierend ein, durch die Entnahme von Proben und der anschliessenden Untersuchung wird die Qualität des Produktes überprüft. Darüber hinaus sind sie bei ihrer Arbeit mit der Prozessoptimierung befasst. 


Weiterbilden? Alle Tore sind offen!

Die Ausbildung zur/zum Chemie- und Pharmatechnologe/-login EFZ dauert drei Jahre. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Volksschule, wer einen höheren Abschluss hat, hat bei der Lehrstellensuche bessere Chancen. Die Möglichkeit zum Besuch der Berufsmaturitätsschule besteht bei entsprechend guten Leistungen. Weiterbildungen in verschiedenen Fachrichtungen sind durch Kurse, durch die HFP, den Besuch der Höheren Fachschule oder der Fachhochschule möglich. Auch eineUmschulung aus artverwandten Berufen ist möglich. 


Die theoretischen Grundlagen

Neben der Praxis im Betrieb wird an eineinhalb Tagen in der Woche die Berufsfachschule besucht. Hier erlernst du das Bewirtschaften von Prozessstoffen, wie diese und Energieträger gehandhabt werden und das Konfigurieren und teilweise Reparieren von Fertigungsanlagen. Das Wissen um die zu verarbeitenden Stoffe ist ebenso Bestandteil des Unterrichts wie das korrekte Durchführen von Reinigungsprozessen. 


Fortbildung lohnt sich

Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Lehrjahr rund 750 Franken, im zweiten 900 Franken und im dritten Ausbildungsjahr 1200 Franken. Als Chemie- und Pharmatechnologe darf man mit einem Gehalt von 4500 Franken rechnen, bildet man sich im Masterstudium fort, können als Abteilungs- oder Betriebsleiter sogar fünfstellige monatliche Gehälter erreicht werden. Wenn du herausfinden möchtest, ob dir die Belastungen dieses doch gelegentlich anstrengenden Berufes taugen und um einen späteren Jobwechsel zu vermeiden, kannst du dir selber einen Eindruck verschaffen. Grosse Betriebe bieten Schnuppertage, die Adressen findet man über die Stelleninserate auf www.ostjob.ch oder via Suchmaschine.


 

(Quelle youtube)

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