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Mit Lernenden kommunizieren - Empathie ist das A und O

Veröffentlicht am 16.09.2020 von Henrik Jasek
Kommunikation mit Lernenden
Problematische Unterredungen mit Schülern und Auszubildenden können beide Parteien belasten. Die richtige Strategie ist wichtig, damit Gespräche erfolgreich gestaltet werden können und eine Verbesserung umgesetzt werden kann. Was Sie dabei berücksichtigen sollten, ist in diesem kompakten Überblick für Sie zusammengefasst.
 
1. Das Gespräch gut vorbereiten
Jugendliche können besonders von den Unterredungen profitieren, die für sie klar strukturiert sind und die mit konkreten Beispielen überzeugen können. Pauschale Formulierungen - "immer machst du", jedes Mal störst du" - sind nicht effektiv - sie bewirken, dass der Jugendliche abblockt und für Sie nicht zugänglich ist. Es ist also wichtig, dass Sie zwei Dinge bei der Planung exakt berücksichtigen: Was macht der Schüler konkret falsch? Womit untergräbt er seinen Lernerfolg? Mit was stört er seine Klassenkameraden, die anderen Kursteilnehmer beziehungsweise Auszubildenden? Und das zweite, was bedeutsam ist: Habe Sie wirklich klar kommuniziert, welche Regeln gelten und was für den Lernerfolg bedeutsam ist?
 
2. Das Gespräch für den Jugendlichen angenehm gestalten
Je unangenehmer die Unterredung mit Ihnen für den Jugendlichen wird, desto mehr Blockaden werden Sie errichten. Steuern Sie Ihren Termin so, dass Sie zwar alles Unangenehme thematisieren, aber dennoch jugendgerecht transportieren und nicht oberlehrerhaft wirken. Wählen Sie eine Sprache, die für den Schüler nicht von oben herab, sondern locker wirkt. Demonstrieren Sie Empathie und Einfühlungsvermögen. Es ist wichtig, dass dem Schützling bewusst wird, dass Sie kein Feind sind, sondern ein Unterstützer. Diese Basis ist bedeutend. Sie sollten in diesem Zusammenhang auch unbedingt gewährleisten, dass Ihr Redebedarf in Sachen Lernen keine Einbahnstrasse ist. Die Meinung der Heranwachsenden zu dem Thema ist wichtig. Schaffen Sie den entspannten Rahmen, der eine ehrliche, freie und insbesondere nicht sanktionierte Meinungsäußerung für die Schülerin beziehungsweise den Schüler möglich macht.
 
3. Strategien in Teiletappen erarbeiten
Für Schüler ist es wichtig, dass Sie keinen Berg von Anforderungen präsentieren, den es abzuarbeiten gilt. Die Demotivierung, die mit so etwas verbunden ist, kann sich für Ihren Schützling als nachhaltiger Hemmschuh erweisen. Teilen Sie in Etappen ein, was wichtig ist. Mit Teilzielen, die für den Schützling möglich sind, können Sie die bedeutungsvollen Erfolgserlebnisse für den Lernenden generieren. Also reden Sie nicht von "in zwei Jahren den Schulabschluss schaffen". Thematisieren Sie die nächste Klassenarbeit, das aktuelle Problem mit dem Verhalten im Kurs und das Praktikum, das nächsten Monat ansteht. Dies alles sind Dinge, die den Horizont nicht übersteigen und unproblematisch fokussiert werden können.
 
4. Positiv sein - ein wichtiger Aspekt für die Einsatzfreude
Lernen und Motivation sind ein Duett, das für den optimalen Lernerfolgt unbedingt zusammengehört. Das Engagement, mit dem ein Lernender tätig ist, hängt auch damit zusammen, welche positiven Verstärkungen er von Ihnen erhält. Dafür haben Sie als Lehrender eine ganze Reihe von Maßnahmen. Insbesondere der positive Ausstieg aus Ihrer Unterredung ist wichtig. Ein Beispiel: Natürlich ist es bedeutsam, dass Sie vermitteln, welche Konsequenzen es hat, wenn Ihr Schützling nicht konsequent lernt. Es ist aber auch wichtig, ihn zu motivieren und die Unterredung mit einem positiven Mantra wie "Du schaffst das" zu belegen. Es ist auch Ihre Aufgabe, dass Sie den Lernfortschritt Ihrer Schützlinge kontrollieren. Sie haben eine positive Veränderung festgestellt? Wunderbar! Thematisieren Sie das unbedingt und demonstrieren Sie Ihrem Schützling in diesem Kontext auch, dass Sie sich persönlich freuen, wenn eine Teiletappe geschafft ist. Sie gewährleisten so Selbstvertrauen und einen Extrakick Motivation.