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New Work: Neue Ideen und innovative Lösungen setzen sich auch in der Schweiz durch

Veröffentlicht am 30.12.2020 von Henrik Jasek
Neue Arbeitswelt
Das Bedürfnis nach Flexibilität, Begegnung, Kollaboration und Individualität statt gnadenloser Wettbewerb, verkrusteter Hierarchien und das Ende von Jobs ohne Sinnstiftung: In der neuen Arbeitswelt begegnet man sich auf Augenhöhe.
In der Schweiz wird diese Vision einer schönen neuen Arbeitswelt zwar eher behäbig umgesetzt, aber auch hier folgen bereits die ersten Unternehmen diesem Trend, der in vielen europäischen Staaten und den USA schon länger große Beachtung findet.
 
Die Veränderungsprozesse werden aktuell durch die Folgen der Corona-Krise beschleunigt
 Mehr oder weniger behäbig tasteten sich Schweizer Firmen in den vergangenen Jahren an das Thema Digitalisierung und die Möglichkeiten der virtuellen Zusammenarbeit heran. Die Folgen der Corona-Krise hat diesen Prozess jetzt deutlich beschleunigt. Zwar kommt die Schweiz bislang ohne harten Lockdown aus, dennoch aber erlitten und erleiden hiesige Firmen Nachteile durch die gesamtwirtschaftliche Situation in der Welt.
 
Das führt dazu, dass sich die Entscheidungsträger in den Unternehmen stärker für die Vision New Work interessieren. Bei dieser Thematik stehen die Arbeitsweisen und die Arbeitsbedingungen im Fokus. Angestrebt wird dabei ein Wechsel zu einer Vielfalt an Perspektiven und zu einem Arbeitskonzept, dass den eigenen Mitarbeitern mehr Freiräume zugesteht und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gezielt unterstützt.
 
Neue New Work Konzepte stellen die Talente der Mitarbeiter in den Mittelpunkt
Ob Coworking, Mixed Teams oder Projektarbeit über unterschiedliche Ebenen hinweg - innovative Lösungen werden in der heutigen Zeit von Unternehmen in vergleichsweise kurzen Intervallen benötigt, um sich an den dynamischen Märkten erfolgreich positionieren zu können. Der klassische und homogene Arbeitsalltag stellt hier nicht die richtige Antwort auf diese Herausforderung dar.
 
Stattdessen sehen Konzepte im Rahmen von New Work vor, dass arbeitende Menschen in Zukunft genau das machen, was ihnen tatsächlich liegt. Sie sollen sich mit ihren Talenten und Kenntnissen in der Arbeitswelt verwirklichen. Daher benötigt New Work eine Infrastruktur und auf drei Ebenen.
  1. die Architektur
  2. die technische Infrastruktur
  3. die Organisation
Neue Arbeitsmodelle drängen zukünftig klassische Arbeitswelten ins Abseits
Durch das in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gesteigerte Bildungsniveau sind gleichzeitig auch die Ansprüche von Arbeitnehmern nach Flexibilität, persönlicher Entfaltung und Selbstbestimmung gestiegen. Als Beispiel für die neuen Entwicklungen steht vor allem der nach wie vor expandierende Dienstleistungssektor.
 
Er bietet Unternehmen die Möglichkeit, die jeweiligen Arbeitsverhältnisse freier zu gestalten. Festgelegte Arbeitszeiten und fest vergebene Büroarbeitsplätze an fünf Tagen in der Woche weichen hier immer mehr einer flexiblen und individuellen Interpretation von Arbeit im Unternehmen. Begünstigt wird diese Entwicklung zusätzlich durch die Digitalisierung im Rahmen neuer Informations- und Kommunikationstechnologien.
 
Die Flexibilität und die Individualität rücken immer mehr in den Fokus
 Arbeitsmarkt- und Berufsforscher prognostizieren, dass sich sowohl die Normalarbeitszeit als aber auch die Arbeitsanforderungen stark wandeln werden. Beschäftigte können dadurch ihre Jahres- und Lebensarbeitszeit flexibler verteilen, wobei die Berufstätigkeit künftig in vielen Fällen keine dauernde Anwesenheit im Betrieb mehr erfordert.
 
Die klassische Erwerbsarbeit mit starren Arbeitsplätzen und -zeiten verändert sich von einer rein abhängigen Tätigkeit zunehmend zu einer selbstständigen Tätigkeit, die Flexibilität und Individualität in den Vordergrund rückt sowie einen hohen Grad an Eigenverantwortlichkeit im Berufsleben forciert.