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Mit Achtsamkeit besser und bewusster arbeiten

Veröffentlicht am 15.01.2021 von Fredy Pillinger
Bewusstes Arbeiten
Achtsamkeit bedeutet, den aktuellen Moment ohne Bewertung wahrzunehmen. Diesen Bewusstseinszustand können Sie lernen. Der Einsatz lohnt, denn durch Achtsamkeit werden Sie stressresistenter im Job. Hier kommen Tipps, wie Sie mehr Achtsamkeit in Ihren Berufsalltag bringen und gleichzeitig an Ihrer Persönlichkeit arbeiten.
Hören Sie auf Ihren Atem
Achtsamkeit beginnt mit kleinen Schritten. Als erste Übung versuchen Sie, bewusst auf Ihren Atem zu achten. Sie können auch das Heben und Senken des Brustkorbs beobachten. Lassen Sie Konzentration auf den Atem zu einem festen Ritual werden. Auf dem Weg zur Arbeit oder einfach zwischendurch am Schreibtisch. Das zentriert, bringt Sie in die Gegenwart und entspannt Körper und Geist. Das Beste daran: Ihr Umfeld wird nicht merken, dass Sie gerade ein Achtsamkeitstraining machen. Ihre Aufmerksamkeit fokussieren Sie ebenfalls, wenn Sie beim Klingeln des Telefons kurz innehalten, einmal tief durchatmen und dann erst abheben.
 
Reden und reden lassen

Täglich wird im Job geredet. Doch allzu oft aneinander vorbei. Trainieren Sie, Ihrem Gegenüber bewusst zuzuhören. Auf diese Weise nehmen Sie Signale wahr, die Ihnen zeigen, wann es an Ihnen ist, das Wort zu ergreifen. Mit diesem Training werden auch Sie automatisch ruhiger und zentrierter beim Reden. So können Gespräche mit Mehrwert und Respekt auf Augenhöhe stattfinden.
 
An einer Sache dran bleiben
Sie haben gerade eine ungeliebte Aufgabe auf dem Schreibtisch liegen? Da bietet es sich doch an, schnell die Einkaufsliste zu schreiben, einen Kaffee zu holen oder einfach mit den Gedanken an einen fernen Ort abzuschweifen. Hier kommt das Stoppschild. Denn dieser mangelnde Fokussierung sorgt für Hochspannung und verbraucht wertvolle Energie, die Sie für Ihre Arbeit brauchen. Ausserdem schleichen sich schneller Fehler ein. Gehen Sie in die Akzeptanz und versuchen Sie, in der langweiligen Aufgabe einen Sinn zu entdecken. Auch diese Task wird Sie auf Ihrem Weg weiterbringen.
 
Den Ärger einfach ziehen lassen
Hand aufs Herz - kaum ein Tag im Job vergeht, ohne sich nicht einmal kräftig zu ärgern. Wut, Ärger und Zorn werden nur stärker und können sich eruptiv entladen, wenn Sie diese Gefühle unterdrücken. Nehmen Sie den Ärger an, schlüpfen Sie in die Rolle des Beobachters und warten Sie, wie dieses Gefühl kommt und wieder verschwindet. Danach werden Sie erleben, wie Ihr Geist frisch und klar ist. Damit schaffen Sie die Basis, das anstehende Problem effektiv zu lösen. Vergessen Sie dabei nicht, auch die Position des anderen zu berücksichtigen.

Mehr Dankbarkeit
Wann waren Sie das letzte Mal für etwas dankbar? Die meisten Menschen neigen dazu, sich auf negative Dinge zu konzentrieren. Ganz normal, denn da ist das Gehirn mit Feuereifer dabei. Mit Dankbarkeit können Sie diesen Mechanismus aushebeln. Wenn Ihnen nichts einfällt, wofür Sie dankbar sein können, probieren Sie es mit den kleinen Dingen des Lebens: dem Duft des Kaffees am Morgen oder den Geruch nach frischer Erde nach einem Regenguss zum Beispiel.
 
Auszeit in der Mittagspause

Apropos Mittagspause. Auch die liefert Ihnen jede Menge Möglichkeiten für ein Achtsamkeitstraining. Lassen Sie die Kantine sausen und gehen Sie in einen nahegelegenen Park. Beobachten Sie die Natur um Sie herum und lauschen Sie auf das Geräusch Ihrer Schritte und den Atem. Ihre Gedanken nehmen Sie wahr, lassen Sie aber gleich wieder Richtung Himmel ziehen. Eine andere Möglichkeit: Nutzen Sie die Mittagspause für eine kurze Meditation, die Sie mithilfe einer App absolvieren können, halten Sie eine Power Nap oder machen Sie ein paar Yoga-Übungen.
 
Regelmässig reflektieren
Viele sitzen den ganzen Tag an ihrem Schreibtisch, sind jedoch alles andere als präsent. Fragen Sie sich, warum Sie in diesem Job arbeiten, welche Ziele Sie verfolgen und wie Ihr persönlicher Beitrag zum grossen Ganzen aussieht. Damit entsteht automatisch eine heilsame Distanz zur Hektik des Alltags, in der oft genug jeder nur wie der Hamster im Laufrad seinen Aufgaben nachgeht. Auf diese Weise lassen sich auch leichter Ihre persönlichen Grenzen definieren und einhalten. Ausserdem wird Ihr Geist ruhiger und Sie neigen dazu, sich weniger aufzuregen.
 
Schweigeminuten
Es gibt Unternehmen, die spezielle Achtsamkeitstrainer engagiert haben. So auch der Konzern SAP. Dort praktizieren die Teammitglieder vor einem Meeting den sogenannten Silent Start. Bevor es losgeht, schweigen alle für ein bis zwei Minuten. Das fährt den Körper herunter und der Geist kann sich auf die bevorstehenden Herausforderungen einstellen. Reden Sie doch einmal mit Ihrem Chef, ob der Silent Start auch etwas für Ihr Unternehmen wäre, um Meetings produktiver zu gestalten.