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"Murphys Gesetz": So geht nichts mehr schief, was schiefgehen kann

Veröffentlicht am 14.07.2021
Murphys Gesetz
Eine Panne nach der anderen und Sie wissen nicht mehr, wie Sie wieder in normales Fahrwasser kommen? Dann hat "Murphys Gesetz" gnadenlos bei Ihnen zugeschlagen. Erfahren Sie, was sich hinter der Serie von Missgeschicken verbirgt und wie Sie gegensteuern.
Am Morgen haben Sie vielleicht noch gelacht, als Ihr Toast vom Teller auf die gebutterte Seite fiel. Weniger lustig war es, als Sie entdeckt haben, dass sich sowohl auf dem Teppich als auch auf Ihrem Hemd Fettflecke befinden. Damit nicht genug: Sie haben die Tram verpasst, kommen nicht nur verschwitzt, sondern aufgrund eines Regenschauers sogar durchnässt im Büro an. Am Ende finden Sie den USB-Stick für Ihre Präsentation nicht mehr und der Chef stellt infrage, ob der Teamleiterposten wirklich an Sie geht. Herzlichen Glückwunsch, "Murphys Gesetz" hat bei Ihnen gewütet. Damit werden alle und grossen Katastrophen bezeichnet, die alleine auftreten oder sich nahtlos aneinander reihen können.

Die Geschichte hinter "Murphys Gesetz"
Im Jahr 1949 sollte der Ingenieur Captain Edward A. Murphy bei der US-Air Force eine Versuchsreihe zum Thema Beschleunigung menschlicher Körper durchführen. Die für die Messungen erforderlichen Sensoren konnten auf zwei verschiedene Arten angebracht werden. Keine davon funktionierte. Murphy erklärte später, wenn für eine Aufgabe zwei Wege existierten, würde zielsicher der Weg in die Katastrophe gewählt werden. Kurz gesagt, wenn etwas schiefgehen kann, dann geht das auch schief. Seitdem spricht die Welt von "Murphys Gesetz".

Ist "Murphys Gesetz" ein wissenschaftliches Phänomen?
"Murphys Gesetz" ist kein Naturgesetz, sondern eher ein Wahrnehmungsfehler. Der basiert auf einem gewissen Fatalismus. Sie rufen das Unglück und Ihre Bitte wird prompt erfüllt. Jeder hat schon einmal erlebt, sich ein Versagen einzureden. Wenn Sie darin richtig gut waren, blieb der Erfolg selbstverständlich aus. Es handelt sich dabei um eine selbsterfüllende Prophezeiung. Natürlich kann es sehr praktisch sein, wenn Sie sich selbst davon überzeugen, dass es ausserhalb Ihrer Macht liegt, am Lauf der Dinge etwas zu ändern. Diese Haltung schützt Sie davor, Verantwortung für Ihre Fehler zu übernehmen. In "Murphys Gesetz" steckt nur ein physikalischer Aspekt. Stellen Sie sich vor, Ihr Toast fällt Ihnen aus der Hand. Um mit der gebutterten Seite erst auf Ihrem Hemd und dann auf dem Boden zu landen, muss es eine halbe Drehung vollführen. Hätten Sie Ihren Arm über den Kopf gehalten, wäre es im Rahmen des Möglichen, dass Ihr Toast mit der Butterseite nach oben aufkommt. Übertragen bedeutet das, Sie haben immer die Wahl - in diesem Fall die Halteposition des Toastes. Sind Sie nun ein ausgeprägter Anhänger der Unabwendbarkeit von "Murphys Gesetz", würde das bedeuten, dass Sie keinerlei Entscheidungsfreiheit haben.

"Murphys Gesetz" - Erfolgsgesetze gegen Missgeschicke, die keiner braucht
Stehen Sie unter Stress, passieren Ihnen Missgeschicke leichter, denn Ihre Konzentrationsfähigkeit ist in Mitleidenschaft gezogen. So steuern Sie mit den "Erfolgsgesetzen" gegen "Murphys Law":
  • Innenschau: Das Pech klebt nur Ihnen an den Fersen? Dann schauen Sie sich bewusst an, was den Menschen in Ihrem Umfeld tagtäglich passiert. Haben Sie tatsächlich den Highscore, ist es Zeit, etwas zu ändern. Beugen Sie dem Dauerstress durch gewissenhafte Vorbereitung und grosszügig geplante Zeitfenster vor.
  • Perspektivenwechsel: Jetzt überlegen Sie schon den ganzen Tag, was Ihnen Peinliches passiert ist. Zeit, den Fokus auf die Dinge zu richten, die geklappt haben. Das macht Sie automatisch souveräner und weniger anfällig.
  • Vorsorgen: Haben Sie ein Ersatzhemd im Büro deponiert und einen zweiten USB-Stick, können Sie Pannen ganz gelassen entgegensehen.
  • Grosszügig mit sich selbst: Noch ist kein Meister vom Himmel gefallen. Bleiben Sie an Ihren Projekten dran. Wenn Sie sich eine gesunde Frustrationstoleranz zulegen, gelingen Ihnen Ihre Aufgaben leichter. Am Ende wartet die Belohnung.