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Kein Überblick über die eigenen Finanzen? Die 50-30-20-Regel hilft!

Veröffentlicht am 20.08.2021 von Henrik Jasek, Leiter ostjob.ch - Bildquelle: Getty Images
50-30-20-Regel
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen das Geld monatlich unter den Fingern zerrinnt, sind Sie nicht allein. Entdecken Sie die 50-30-20-Regel und ihre vielen Vorteile bei der Organisation Ihrer Finanzen.

Der eine oder andere von uns meint, dass er kein Talent dafür habe, mit Geld umzugehen. Am Ende des Monates ist kein Geld mehr übrig, um Rücklagen zu bilden. Andere Menschen scheinen sehr geschickt darin zu sein, selbst aus kleineren Einkommen das Beste herauszuholen. Vielleicht kennen diese die 50-30-20- Regel. Lernen Sie diese einfache Methode jetzt kennen und machen Sie mehr aus Ihrem Geld.
80 zu 20 - ein grundlegendes Prinzip

Der Italiener Vilfredo Pareto hat Anfang des 20. Jahrhunderts ein allgemeingültiges statistisches Prinzip entdeckt. Nicht nur im finanziellen Bereich, auch bei der Aufteilung von Zeit oder vom Arbeitsaufwand bei einer bestimmten Aufgabe verhalten sich Input und Output im Verhältnis 80:20 zueinander. Das bedeutet, dass 20 % des Aufwandes 80 % in des Ertrages resultieren. Die 50-30-20-Regel nimmt dieses statistische Prinzip auf und wendet es auf die Kontrolle der Finanzen an. Was müssen Sie dazu tun?

Verplanen Sie Ihre monatlichen Aufgaben in 3 Bereichen

Die 50-30-20-Regel lebt von der konsequenten Aufteilung Ihrer Ausgaben in 3 übergeordnete Kategorien. Für Ihre Fixkosten, Ihre persönlichen Bedürfnisse und einen Sparanteil legen Sie monatlich Budgets fest. Sie führen Buch über Ihre Ausgaben und achten darauf, die für die einzelnen Teilbereiche festgesetzten Maximalbeträge nicht zu überschreiten. Das bedeutet Folgendes:

Im Bereich Fixkosten sorgen Sie dafür, dass Sie Miete, Strom, Mobilität, Lebensmittel und mehr aus Ihrem Einkommen bewältigen. Das Segment persönliche Bedürfnisse umfasst Luxusausgaben. Kosten in diesem Bereich sind nicht lebensnotwendig, unterstreichen aber Ihre Lebensqualität. Hier finden Sie beispielsweise Ausgaben für kulturelle Events, für gesellschaftliche Anlässe, für Reisen und andere. Mit den verbleibenden 20 % bilden sie Rücklagen und tilgen Sie Schulden.

Sie wissen so monatlich im Voraus, wie sich Ihre finanzielle Lage darstellt und welche Kosten Sie in welchem Bereich aufwenden. Es passiert Ihnen nicht, dass Sie am Ende des Monats feststellen, kein Geld mehr für das Sparen übrig zu haben. Wie in einer unternehmerischen Buchhaltung sind die Aufwendungen für den Sparanteil von Ihnen bereits fest eingeplant.

Warum die 50-30-20-Regel so einfach und erfolgreich ist

Sie arbeiten mit festgelegten Prozentsätzen und ebenso fest berechneten Budgetausgaben für jeden Teilbereich. Dazu müssen Sie nicht einmal besonders gut rechnen können. Wichtig sind Konsequenz und Beharrlichkeit bei der Einführung sowie Durchführung der 50-30-20-Regel.

Die erfolgreiche Umsetzung der Regel setzt voraus, dass Sie regelmässig Buch über Ihre Ausgaben führen. Jederzeit lässt sich die Regel an eine veränderte Einnahme- oder Ausgabensituation anpassen. Sie haben mit der Regel den Schlüssel dazu in der Hand, sich intensiv mit Ihren Finanzen zu beschäftigen und selbst mit kleinerem Einkommen Rücklagen bilden zu können.