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Was macht eigentlich ein/e Hörsystemakustiker/in?

Hörsystemakustiker/innen verhelfen Kunden mit Beeinträchtigungen des Gehörs zu einer verbesserten Hörleistung. Enger Kundenkontakt, medizintechnische Einstellungen an Hörsystemen, Beratung und Testungen gehören zu dem vielfältigen Traumjob mit Perspektive. Doch was musst Du dafür mitbringen?
 

Was erwartet mich bei der Ausbildung zum/r Hörsystemakustiker/in?


Die Lehre zum/r Hörsystemakustiker/in dauert drei Jahre und erfolgt größtenteils in einem Fachgeschäft für Hörsysteme. Die Praxis steht also von Anfang an im Vordergrund. Zusätzlich wird eine Berufsfachschule besucht. Der theoretische Anteil macht während der ersten beiden Lehrjahre jeweils zwei Tage pro Woche, im dritten Lehrjahr nur noch einen Tag pro Woche aus. 
Vermittelt werden die Möglichkeiten der Anpassung von Hörsystemen, die Anfertigung von Otoplastiken und der Umgang mit Kunden. Hierzu stehen die folgenden Fächer auf dem Programm
  • Anatomie
  • Pathologie
  • Physiologie
  • Psychologie
  • Akustik
  • Messtechniken
  • Feinabstimmungen und Programmierung von Hörsystemen
  • Anfertigung von Otoplastiken
  • Sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen
  • Kundenberatung in Bezug auf Bedienung und Nutzung von Hilfsmitteln sowie Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen, Ursachen und Auswirkungen der Gehörbeeinträchtigung

Welche Voraussetzungen musst Du erfüllen?


Ob Ausbildung oder Umschulung zum/r Hörsystemakustiker/in: Voraussetzung für den Traumjob ist der Abschluss der Volksschule. Zudem solltest Du technisches Verständnis mitbringen, da sowohl Messungen als auch die Programmierung der Hörsysteme an Computern erfolgen. Essenziell für die Arbeit als Hörsystemakustiker/in ist weiterhin die Freude am Umgang mit Menschen. Jeder Kunde muss individuell beraten und betreut werden, weswegen Kommunikationsfähigkeit und seriöses Verkaufsgeschick entscheidend sind. Zudem ist oftmals eine Rücksprache mit Ohrenärzten nötig. Hiervon abgesehen ist auch Geduld gefragt. Die Gewöhnung an und Feinabstimmung von Hörsystemen kann einige Zeit in Anspruch nehmen und dadurch wiederholte Sitzungen nötig machen. Hinzu kommen Dokumentation und Berichte, die Gewissenhaftigkeit erforderlich machen.


Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Hörsystemakustiker/in aus?


Im Fachgeschäft für Hörsysteme möchte sich ein Kunde mit Beeinträchtigung des Gehörs testen und beraten lassen. Du stellst zunächst durch Testungen und eine Befragung fest, um welche Probleme es sich im Detail handelt. Im Anschluss berätst Du den Kunden in Bezug auf die Art der Beeinträchtigung, ihre Ursachen und die damit verbundenen Einschränkungen. Ebenso klärst Du über die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der infrage kommenden Hörsysteme, die damit verbunden Kosten, den nötigen Aufwand und Versicherungsleistungen auf. 

Ist eine Entscheidung gefallen, erfolgt die Anmessung und Anpassung. Hierbei kann es nötig sein, das Ohr abzuformen und eine Otoplastik anzufertigen. Du nimmst die nötige Anpassung vor und stellst das Hörsystem abgestimmt auf den Kunden ein - klärst zugleich aber darüber auf, dass nach der anfänglichen Gewöhnung weitere Einstellungen erforderlich sein können. Abschließend 
dokumentierst Du den Fall und verfasst einen Bericht. Bei Bedarf können zusätzliche Absprachen mit dem behandelnden Arzt anstehen. 

Die Arbeit erfolgt also hauptsächlich zwischen Dir und dem Kunden. Dennoch steht in der Regel in dem Fachgeschäft für Hörsysteme ein Team parat, das - wenn nötig oder bei verschiedenen Spezialisierungen - zu Rate gezogen werden kann. 


Welche Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten hast Du als Hörsystemakustiker/in?


Hörsystemakustiker/innen haben bei entsprechender Qualifikation oftmals zahlreiche Jobangebote zur Auswahl, denn es handelt sich um einen gefragten Beruf. Dementsprechend einfach gestalten sich die Jobsuche und Lehrstellensuche. Zudem entwickelt sich der Bereich ständig weiter. Neue Messverfahren, leistungsfähigere Hörsysteme und effizientere Gehörschutzmodelle erfordern eine fortlaufende Weiterbildung und die stetige Aneignung des entsprechenden Wissens. Zur weiteren Entwicklung stehen daher die Möglichkeiten der Eröffnung eines eigenen Fachgeschäfts aber auch Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen zur Auswahl. 
Möglich ist ein Jahresbruttolohn von etwa 85.500,00 CHF, wenn Du in Vollzeit arbeitest und zudem über einige Berufserfahrung verfügst.


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