ostjob
Berufsbilder

Was macht eigentlich ein/e Drogist/in?

30. Mai 2016


Wenn du kontaktfreudig bist, gerne auf Menschen zugehst, dich gelegentlicher Stress sogar noch in deiner Leistung bestärkt, dann bringst du schon ein paar wichtige Eigenschaften für einen Beruf im Verkauf mit. Interessierst du dich darüber hinaus für Heilpflanzen, für natürliche und gesunde Ernährung, für Kosmetik und Körperpflege oder umweltfreundliche Reinigungsmittel, dann könnte der Beruf Drogistin oder Drogist zu deinem Traumjob werden.
 

Wie finde ich die richtige Lehrstelle?

Auf ostjob.ch kannst du dich rechtzeitig vor deinem Schulabschluss auf Lehrstellensuche begeben und die Stelleninserate studieren. Das ist genau die Plattform, die für Schulabgänger aus der Ostschweiz, aber auch aus den angrenzenden Gebieten von Süddeutschland und Österreich wirklich umfassend Lehrstellen und Jobangebote bieten. Wenn du dich für eine Lehre als Drogist/in interessierst, musst du neben den persönlichen Voraussetzungen wie Aufgeschlossenheit, ein offenes Wesen und Interesse am Umgang mit Menschen zumindest die oberste Volksschulreife mitbringen. Ebenso solltest du gerne bereit sein, auf Kundenwünsche einzugehen, dir ein selbstständiges Arbeiten anzueignen und darüber hinaus über eine gute Ausdrucksfähigkeit verfügen.

Zwei Berufswege als Drogist

Du kannst für das Berufsbild Drogist/in zwei Ausbildungswege gehen: die Grundausbildung zur Drogistin EFZ mit dem Abschluss durch das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis dauert vier Jahre. Neben den allgemeinen schulischen Anforderungen, die an eine Fachkraft im Verkauf gestellt werden wie Warenbewirtschaftung und Betriebsorganisation hast du in der Ausbildung eine Menge interessanter Fächer auf dem Stundenplan. Dazu gehören unter anderem Pharmakologie, Phytotherapie, Ernährung, Chemie und Ökologie wie auch Hygiene. Sprachen sollten dir ebenfalls liegen, denn wichtige Fachbegriffe heisst es in Latein zu erlernen, und der Ausbildungsplan sieht eine zweite Landessprache vor.

Der weiterführende Berufsweg als Drogist oder Drogistin ist Drogist HF setzt eine abgeschlossene Lehre Drogist EFZ und zwei Jahre Praktikum voraus. Danach gilt es die Aufnahmeprüfung in Neuschâtel zu bestehen. Gelingt dies, beginnt die zweijährige Ausbildung zum Drogisten HF. Die bereits erworbenen Fachkenntnisse werden vertieft, neue Unterrichtsfächer wie Mitarbeiterführung kommen hinzu. Ein erfolgreicher Abschluss ist Voraussetzung, sich später als Drogistin oder Drogist selbstständig zu machen. Als Drogist HF darfst du später sogar selber ausbilden. Mit der Höheren Fachausbildung kannst du zudem auf Jobsuche einen noch interessanteren und verantwortungsvollen Posten bekommen, der ein besseres Einkommen mit sich bringt.

Ein abwechslungsreicher Berufsalltag

Nach so viel Theorie zurück zum Berufsalltag. Was macht eine Drogistin, ein Drogist überhaupt den ganzen Tag? Natürlich steht die Warenbewirtschaftung im Vordergrund der Tätigkeit. Warenbestände sind zu kontrollieren und zu ergänzen. Wichtig ist auch, die sachgerechte Kontrolle der Ware zu überprüfen, damit nichts überlagert wird oder gar verdirbt. Vorschriften für die Lagerung von feuergefährlichen oder giftigen Stoffen sind einzuhalten. Im Laufe der Ausbildung bekommst du einen immer grösseren Aufgabenbereich: die Kasse wird übernommen und du bekommst praktischen Einblick in kaufmännischen Bereiche. Liegen die betrieblichen Voraussetzungen vor, darfst du firmeneigene Teemischungen, Tinkturen und Salben herstellen. Später kommt die ausführliche Beratung von Kunden hinzu, ihre Wünsche hinsichtlich eines Warensortiments und gefragten Artikeln weiterzuleiten oder umzusetzen ergänzt deine Tätigkeit auf kurzweilige Weise.

Duale Ausbildung und die Vergütung

Neben der Tätigkeit in der Drogerie besuchst du vier Jahre lang begleitend die Berufsschule. Im ersten Jahr zwei Tage in der Woche, im zweiten eineinhalb und im dritten und vierten Lehrjahr bist du einen Tag in der Schule. So bekommst du rasch genügend theoretische Grundlagen mit, damit dir deine Tätigkeit wirklich Spass macht und dich nicht überfordert. Interessant ist natürlich auch die Vergütung. Sie ist Verhandlungssache, vom Berufsverband empfohlen werden jedoch eine Ausbildungsvergütung von 400 - 600 Franken im ersten Lehrjahr, von 500 - 800 Franken im zweiten, 700 - 1000 Franken im dritten und im vierten Lehrjahr von 900 bis 1200 Franken. Gute Aussichten, einen Ausbildungsplatz zur Drogistin zu bekommen haben übrigens ebenso alle die, die an einen Jobwechsel denken und bereits einen Beruf erlernt haben, der Überschneidungen aufweist. Beispielsweise kann eine Umschulung als Drogist sinnvoll sein, wenn du einen Pflegeberuf erlernt hast, ihn aber nicht mehr ausüben möchtest. Ein späteres Jahreseinkommen nach wenigen Praxisjahren von rund 55.000 Franken und ein überaus interessanter Beruf warten auf Dich.

Copyright ostjob.ch 2016
 

Weitere Artikel aus diesem Themenbereich

19. Februar 2018 // (Beschreibung) Streichinstrumente und Zupfinstrumente faszinieren Dich nicht nur aufgrund der Musik, die damit erzeugt werden kann - sondern auch durch die handwerkliche Kunst, die für ihre Erschaffung nötig ist? Als Geigenbauer/in EFZ kannst Du selbst zum handwerklichen Künstler werden. Mehr

12. Februar 2018 // Wasser, Abwasser und Gas werden in nahezu jedem Gebäude benötigt. Als Gebäudetechnikplaner/in Sanitär EFZ ist es Deine Aufgabe, die dafür erforderlichen Anlagen zu planen. Das Berufsbild verlangt Organisationstalent und technisches Verständnis. Mehr

05. Februar 2018 // Frischluft- und Technik-Fans aufgepasst: Als Gebäudetechnikplaner/in Lüftung EFZ bist Du dafür verantwortlich, saubere, frische und wohltemperierte Luft in geschlossene Räume zu transportieren. Dabei kannst Du Deine Planungskünste unter Beweis stellen und Dir einen umfassenden Arbeitsbereich ... Mehr