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Was macht ein/e Boden-Parkettleger/in EFZ?

07. August 2017
Arbeitest Du gerne mit natürlichen Materialien wie Kork und Holz? Bist Du handwerklich begabt und findest, dass ein schöner Fussboden den Raum erst so richtig gemütlich macht? Dann könnte der Beruf des/r Boden-Parkettlegers/in genau das Richtige für Dich sein.
Tätigkeit
Der Beruf Boden-Parkettleger/in EFZ wird nach den unterschiedlichen Arten der Bodenbeläge kategorisiert. Die Fachrichtung der Parkettverleger arbeitet vorrangig mit Kork-, Laminat- und Parkettböden. In der Fachrichtung der textilen und elastischen Böden wird hingegen primär mit PVC-Belägen, Teppichen, Linoleum, Kautschuk und auch Kork gearbeitet.
In beiden Fachrichtungen wirst Du Dich am Ende der Ausbildung eingehend mit Deinen Werkstoffen auskennen. Das schliesst auch die Ausführung notwendiger Reparaturen, Oberflächenbehandlungen und das Errichten von Unterkonstruktionen mit ein.

Parkettverleger verstehen es, selbst einen Holzboden anzufertigen - inklusive aller notwendigen Vorarbeiten, wie beispielsweise die Auswahl und das Sortieren der Holztafeln.
Boden-Parkettleger/in EFZ für textile und elastische Böden müssen sich hingegen vor allem der Beschaffenheit des Untergrundes auskennen, um diesen den Erfordernissen nach zu präparieren. Das schliesst beispielsweise das Grundieren, Ebnen und Verleimen ein. Das Montieren und Setzen von Sockelleisten und Abschlussprofilen gehört in beiden Fachrichtungen zum Arbeitsalltag, ebenso wie verschiedene Unterhaltsarbeiten und die Kundenberatung.

Ausbildung
Massgeblich für die Ausbildung ist die eidg. Verordnung vom 16.12.2011. Nach dieser nimmt die Ausbildung regulär 3 Jahre in Anspruch. Sie ist aufgeteilt in die beiden aufgeführten Fachrichtungen.
Du solltest Dich darauf einrichten an einem Tag in der Woche die Berufsschule zu besuchen, wo es in erster Linie um die Themenschwerpunkte Prüfen, Messen und Vorbereiten und um das Verlegen der verschiedenen Böden geht. Alle praktischen Erfahrungen, Tipps und Kniffe sammelst Du in Deinem Lehrbetrieb für Bodenbeläge oder/und Parkett oder in einer Innendekorationsfirma.

Wenn Du während der Ausbildung sehr gute schulische Leistungen nachweisen kannst, besteht die Möglichkeit die Berufsmaturitätsschule zu besuchen und die Fachhochschulreife zu erlangen. Egal wie Du Dich entscheidest, am Ende wirst Du bei erfolgreichem Abschluss mit dem eidg. Fähigkeitszeugnis zum/r Boden-Parkettleger/in belohnt.

Wenn Du Interesse an beiden Fachrichtungen hast, bist Du über eine 1-jährige Zusatzausbildung auch befähigt, mit allen Werkstoffen zu arbeiten. Weiterhin ist es möglich, den eigenen Kompetenzbereich über diverse Angebote von Fach- und Berufsfachschule, Verbänden und Fachhochschulen zu erweitern. Hierdurch lässt sich neben dem Wissen auch das Grundeinkommen noch steigern. Über weitere Berufs- und Fachprüfungen kannst Du anschliessend sogar noch einen Meister erlangen.

Verhältnisse
Da in diesem Bereich zum Teil mit schwerem Gerät gearbeitet wird, ist es unerlässlich für den/die Boden-Parkettleger/in alle Massnahmen des Arbeitsschutzes zu kennen. Dazu zählt unter anderem, dass so gut wie bei jeder Arbeit Knieschützer getragen werden, da das Gros der Arbeit kniend verrichtet wird.

Die Anstellungschancen für Boden-Parkettverleger/innen sind gut, vor allem mit der Zusatzausbildung in beiden Fachrichtung - da die meisten der Handwerks- oder Gewerbebetriebe alle Arten von Bodenbelägen führen. Es lässt sich jedoch auch eine Anstellung in einer Handelsfirma finden, wo Du vorrangig als technischer Berater oder Disponent tätig bist.

Lohn: Der durchschnittlicher Bruttojahreslohn beträgt 67'000 CHF.

Links
BodenSchweiz
Industriestr. 23
5036 Oberentfelden
Tel.: 062 822 29 40
Fax: 062 824 25 79
URL: http://www.boden-parkettleger.ch
E-Mail: berufsbildung@bodenschweiz.ch

Interessengemeinschaft der Schweiz. Parkett-Industrie ISP
Winterhaldenstr. 14a
Postfach 218
3627 Heimberg
Tel.: 033 438 06 40
Fax: 033 438 06 44
URL: http://www.parkett-verband.ch
E-Mail: isp@bluewin.ch


(Quelle youtube)

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