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Ist es möglich, Selbstdisziplin zu lernen?

Veröffentlicht am 13.10.2023 von Henrik Jasek, Leiter ostjob.ch - Bildquelle: Getty Images
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Um persönliche und berufliche Ziele zu erreichen, ist Selbstdisziplin eine der wichtigsten Tugenden überhaupt. Selbstdisziplin können Sie nicht erben. Die gute Nachricht ist: Sie können sie erlernen! Warum das eine spannende Herausforderung ist, und welche Tipps Ihnen helfen, Selbstdisziplin zu erwerben - das und mehr erfahren Sie hier!
Selbstdisziplin als Schlüssel für mehr Erfolg

Laut Duden bedeutet Disziplin "das sich Einfügen in die Ordnung einer Gemeinschaft", "das Einhalten von bestimmten Vorschriften" oder auch das Beherrschen der eigenen Gefühle und des eigenen Willens, um etwas zu erreichen. Als Synonyme werden beispielsweise Zucht und Ordnung, Beherrschtheit und Beherrschung genannt.

Da wundert es nicht, wenn im Zusammenhang mit Selbstdisziplin negative Assoziationen aufkommen, zum Beispiel Drill, Regeln und strenge Gesetze. Beschäftigen Sie sich jedoch mit Biografien erfolgreicher Menschen, werden Sie schnell feststellen, dass Ruhm und Erfolg oftmals mit jahrelanger harter Arbeit, mit Leidenschaft, Entbehrungen, Niederlagen, Ausdauer und Selbstdisziplin verbunden waren und sind.

Wer seine Träume und Ziele erreichen möchte, muss bereit sein, dafür kontinuierlich etwas zu tun. Eine Regel der US-amerikanischen Navy SEALS besagt, dass in dem Augenblick, in dem Sie denken, es geht nicht mehr, Sie erst 40 Prozent Ihrer Leistungsfähigkeit erreicht haben. Erfolg ist insoweit immer auch eine Symbiose aus körperlicher und mentaler Leistungsfähigkeit. Und ohne Selbstdisziplin wird es Ihnen kaum gelingen, Ihr Potenzial voll auszuschöpfen.

Diese 6 Tipps werden Ihnen helfen, mehr Selbstdisziplin zu entwickeln:

1. Neue Gewohnheiten verpacken: Was wir gewohnt sind, fällt uns leicht. Ohne darüber nachzudenken, tun wir es einfach. Nach der Sandwich-Technik ist es deshalb sinnvoll, neue, gute Gewohnheiten zwischen alten beziehungsweise schlechten Gewohnheiten zu verpacken. Neues mit Altem verknüpfen, indem Sie beispielsweise nach jedem Toilettengang einige Kniebeugen machen.

2. Möglichst klein anfangen: Auf diese Weise überfordern Sie sich nicht. Nehmen Sie sich hingegen zu viel vor, sinkt die Motivation, und Sie halten nicht dauerhaft durch. Auch bei der Selbstdisziplin geht es darum, dass es Spass macht, sie zu erlernen.

3. Fokussieren Sie sich auf Ihr Ziel: Das setzt voraus, dass Sie wissen, warum Sie disziplinierter werden möchten. Konkretisieren Sie Ihr Ziel und finden Sie die dahinter liegende Motivation heraus. Im Idealfall verfassen Sie das schriftlich, um sich Ihr Ziel immer wieder in Erinnerung zu rufen, wenn Ihnen zwischendurch die Puste ausgeht.

4. Finden Sie den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Rhythmus heraus: Die Leistungsfähigkeit variiert im Laufe des Tages. Finden Sie heraus, zu welcher Tageszeit Sie am leistungsfähigsten sind und nutzen Sie diese Hochphase, um neue Gewohnheiten zu etablieren. Gleiches gilt für den Rhythmus. Finden Sie heraus, in welchen zeitlichen Abständen sich neue Gewohnheiten üben lassen.

5. Lassen Sie sich helfen: Weihen Sie eine oder auch mehrere Personen Ihres Vertrauens in Ihr Vorhaben, mehr Selbstdisziplin zu erwerben, ein. Solche Personen können Ihnen in Situationen helfen, Ihren inneren Schweinehund zu überwinden, und Sie zu motivieren.

6. Dauerhaft diszipliniert zu sein, kann dazu führen, dass Sie die Lust verlieren und Ihr Vorhaben
fallen lassen. Umso wichtiger ist es, ab und zu eine Pause einzulegen und sich zu entspannen. Diese kleinen Auszeiten geben Ihnen die Energie, die Sie brauchen, um Ihr Vorhaben fortzuführen.

Dranbleiben heisst die Devise. Und die Strecke zum Erfolg ist gar nicht so lang. Genaugenommen sind es 21 Tage, nach denen neue Gewohnheiten zu einer Art Routine werden.