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Bewerbungsgespräch ohne Nervosität: 13 Tipps für einen überzeugenden Auftritt

Veröffentlicht am 18.09.2020 von Fredy Pillinger
Bewerbungsgespräch ohne Nervosität
 Um beim Bewerbungsgespräch zu überzeugen, sollten Sie möglichst kompetent, entspannt und souverän wirken. Aber wie schafft man das mit einem Kloss im Hals und Kribbeln im Bauch? Hier erfahren Sie, wie Sie mit der ganz normalen Aufregung umgehen können, um entspannter durchs Vorstellungsgespräch zu kommen.
 
1. Vorbereitung: Versuchen Sie, so viel wie möglich über das Unternehmen, in dem Sie arbeiten möchten, in Erfahrung zu bringen. Personaler testen gern, ob Bewerber sich mit der Firma im Vorfeld eingehend beschäftigt haben. Überlegen Sie sich auch Fragen, die Sie stellen möchten und notieren Sie diese.
 
2. Kaffee: Das heisse Gebräu weckt die Lebensgeister, regt aber auch das vegetative Nervensystem an und fördert so Stressreaktionen. Besser: Saft oder Wasser trinken - allerdings nicht zu viel, um nicht im falschen Moment auf die Toilette zu müssen.
 
3. Kleidung: Ein Outfit, in dem Sie sich wohlfühlen und das Professionalität ausstrahlt, ist genau richtig fürs Bewerbungsgespräch - nur zu leger sollte es nicht sein. Wichtig: Kleidung schon am Abend vorher herauslegen und schauen, ob noch alles sitzt. Für den Fall des Falles unbedingt eine Alternative bereithalten.
 
4. Spannung abbauen: Nervosität und Stress können Sie durch körperliche Bewegung reduzieren. Um die Ecke parken und das letzte Stück zu Fuss gehen, die Treppe statt den Fahrstuhl benutzen - so fördern Sie den Abbau von Stresshormonen und sorgen gleichzeitig für mehr Durchblutung und Sauerstoff.
 
5. Selbstbewusstsein: Eine gesunde Portion Selbstbewusstsein auszustrahlen, ist gar nicht so schwer, wenn Sie sich Ihre Stärken und Ihre bisherigen Leistungen bewusst machen. Seien Sie ruhig stolz auf sich und halten Sie mit Ihrer Erfahrung und Ihrem Können nicht hinter dem Berg - vermeiden Sie es aber, sich selbst anzupreisen oder in den höchsten Tönen zu loben.
 
6. Mundtrockenheit bekämpfen: Schon bei einer leichten Stressreaktion können die Speicheldrüsen ihre Tätigkeit einstellen. Kaugummi, Minzpastillen oder Bonbons schaffen hier Abhilfe. Während des Gesprächs selbst sollten Sie natürlich nichts im Mund haben.
 
7. Lächeln: Ein lächelndes Gesicht ist immer noch das eingängigste Signal für zwischenmenschliche Offenheit und Freundlichkeit. Aber es verbessert nicht nur das Gesprächsklima, sondern stimuliert auch die Ausschüttung von Glückshormonen im Gehirn - und das trägt zur Entspannung bei.
 
8. Zeitmanagement: Unpünktlichkeit ist beim Bewerbungsgespräch ein absolutes No-Go und ein Stressfaktor erster Güte. Planen Sie unbedingt genügend Zeit ein, um sich in Ruhe vorzubereiten. Auch unterwegs sollten Sie genügend Zeit haben, um auch nicht in die Bredouille zu geraten, wenn eine Bahn unpünktlich ist oder eine Baustelle den Verkehr aufhält.
 
9. Ehrlichkeit: Personaler sind nervöse Bewerber gewohnt und wissen es zu schätzen, wenn Bewerber damit offen und souverän umgehen, anstatt ihre Nervosität zu überspielen. Sprechen Sie es ehrlich aus, wenn Sie nervös sind und nehmen Sie sich einen Moment Zeit zum Durchatmen - das zeigt, dass Sie auf Ihr Stresslevel achten und es in den Griff bekommen können.
 
10. Ankermethode: Mit einer simplen Reiz-Reaktions-Kopplung können Sie Ihr Stresslevel durch eine einfache Fingergeste senken. Dabei stellen Sie sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen immer wieder eine sehr entspannende oder angenehme Szene intensiv vor und drücken dabei die Daumen- und Zeigefingerkuppe leicht zusammen. Mit der Zeit löst dann allein schon die Fingergeste eine leichte Entspannungsreaktion aus.
 
11. Körpersprache: Motorische Unruhe, an der Kleidung oder den Haaren zupfen, die Arme verschränken, mit dem Fuss wippen - Personaler erkennen solche Anzeichen von Nervosität auf den ersten Blick. Proben Sie mit jemand anderem eine Bewerbungssituation und nehmen Sie sie auf Video auf. Das hilft, gestresste Mikrogesten leichter zu erkennen und abzustellen.
 
12. Stressfragen: Bewerber durch persönliche oder kritische Fragen einem leichten Druck auszusetzen und dann die Reaktion zu beobachten, ist eine typische Strategie in Vorstellungsgesprächen. Rechtfertigen oder entschuldigen Sie sich nicht, bleiben Sie souverän - dies ist Ihre Chance, zu punkten.
 
13. Stressatmung vermeiden: Hochgezogene oder verspannte Schultern und eine angespannte Bauchdecke sind körperliche Anzeichen einer Stressreaktion. Dadurch entsteht eine flache, gepresste Atmung und auch die Stimme klingt flach und gestresst. Besser: Bauchdecke lockern und tief in den Bauch atmen. Das fördert auch die psychische Entspannung und das freie Sprechen.