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Bewerbung zurückziehen - Die richtige Vorgehensweise und mögliche Gründe

Veröffentlicht am 04.12.2020 von Fredy Pillinger
Bewerbung zurückziehen
Sie sind aktuell auf Stellensuche und haben mehrere Bewerbungen verschickt? Dann kann es passieren, dass sich die Bewerbungsprozesse überschneiden. Kommt es zu einer finalen Entscheidung, oder Sie sind aus anderen Gründen nicht mehr interessiert, gebieten es Höflichkeit und Fairness, die Bewerbung zurückzuziehen. Welche Gründe massgeblich sein können, und wie Sie sich aus dem Bewerbungsprozess zurückziehen - wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.
Gründe für das Zurückziehen einer Bewerbung
Es gibt ganz unterschiedliche Gründe, warum Bewerber eine Bewerbung zurückziehen beziehungsweise zurückziehen sollten.
 
  1. Bewerbungsprozesse können von unterschiedlicher Dauer sein und sich überschneiden, sodass Sie einen Zuschlag von einem Unternehmen erhalten, während die anderen Bewerbungsverfahren noch andauern.
  2. Sie haben private Gründe für das Zurückziehen der Bewerbung. Das können eine Schwangerschaft, eine schwere Erkrankung in der Familie, ein plötzlicher Umzug oder eine Trennung sein, die Sie dazu veranlassen, eine Bewerbung zurückzuziehen.
  3. Vielleicht werden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und stellen bei der Vorbereitung fest, dass der beschriebene Aufgabenbereich doch nicht zu Ihnen passt. Auch dann ist das Zurückziehen einer Bewerbung legitim.
  4. Sie sind zum Vorstellungsgespräch erschienen und haben das Gefühl, dass das Unternehmen, der Aufgabenbereich oder der Vorgesetzte nicht zu Ihnen passen. Auch dann kann es sinnvoll sein, die Bewerbung zurückzunehmen.
  5. Bereits zu Beginn des Bewerbungsprozesses empfanden Sie das Gehalt als zu gering. Dennoch sind Sie der Einladung zum Vorstellungsgespräch gefolgt in der Hoffnung, die teilnehmenden Personen von Ihrem Können zu überzeugen und gegebenenfalls nachverhandeln zu können. Diese Hoffnung hat sich jedoch zerschlagen, sodass Sie sich nun veranlasst sehen, Ihre Bewerbung zurückzuziehen.
  6. Sie haben überraschend in Ihrem jetzigen Unternehmen eine besser dotierte Position angeboten bekommen, sodass die Bewerbungen hinfällig sind.
Bewerbung zurückziehen - wie sage ich es dem Arbeitgeber?
Grundsätzlich sollten Sie potenziellen Arbeitgebern Bescheid geben, wenn Sie sich aus dem Bewerbungsprozess zurückziehen - aus welchem Grund auch immer. Das gebieten Anstand, Höflichkeit und Fairness, auch wenn die meisten Bewerber die Sache lieber aussitzen und sich nicht mehr melden. Das wirft ein sehr schlechtes Licht auf den Bewerber und lässt Rückschlüsse auf sein Arbeitsverhalten zu. Deshalb sollten Sie auf einen einwandfreien Ruf in Ihrer Branche achten. Schlechtes Verhalten spricht sich unter Personalern herum, und Sie wissen nicht, was Ihre berufliche Zukunft bringen wird. Sie sollten sich die Mühe machen, laufende Bewerbungen zu canceln.
 
Sie haben verschiedene Möglichkeiten, eine Bewerbung zurückzuziehen:
 
  • Online-Absage: Sofern Sie sich über eine Online-Plattform beworben haben, besteht hier meistens auch die Möglichkeit, die Bewerbung online zu stornieren. Oftmals reicht dafür ein Mausklick aus. In anderen Fällen müssen Sie zusätzlich ein bereits angelegtes Profil löschen.
  • Absage per E-Mail: Einfach und schnell funktioniert eine Absage per E-Mail. Sie ist immer dann die richtige Wahl, wenn der Bewerbungsprozess in der Anfangsphase steckt und Sie eine Bestätigungsmail für den Eingang Ihrer Bewerbungsunterlagen erhalten haben. In diesem Fall können Sie von einer Begründung absehen. Insbesondere bei grösseren Unternehmen ist es wichtig, dass Sie das Stellenangebot genau bezeichnen oder die jeweilige Nummer nennen, damit Ihre Absage zugeordnet werden kann.
  • Telefonische Absage: Sofern Sie einen konkreten Ansprechpartner haben und die Rufnummer kennen, können Sie eine Bewerbung auch telefonisch zurückziehen. Das ist der Weg mit dem geringsten Aufwand. Und ein persönlicher Anruf zeugt von Selbstbewusstsein. Dann kann es allerdings passieren, dass Sie direkt nach dem Grund gefragt werden. Darauf sollten Sie vorbereitet sein, um nicht in Verlegenheit zu geraten.
  • Schriftliche Absage: Auch eine schriftliche und per Brief verfasste Absage ist denkbar. Damit hinterlassen Sie einen guten Eindruck, weil Sie Zeit in das Zurückziehen der Bewerbung investieren. Sinnvoll ist diese Form, wenn Sie bereits bei einem Vorstellungsgespräch waren und gegebenenfalls Ihre Absage begründen. Das bedeutet, dass Sie auch in Zukunft mit einer freundlichen Kommunikation seitens des Unternehmens rechnen dürfen - schliesslich sieht man sich immer zwei Mal im Leben.
Stilvoll ist, wenn Sie sich, unabhängig von der gewählten Variante, für das entgegengebrachte Vertrauen und gegebenenfalls für das Vorstellungsgespräch bedanken. In jedem Fall wird Ihr guter Ruf durch die Absage einer Bewerbung eher gewahrt als durch Schweigen und Aussitzen.