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Originelle Ideen für ein gelungenes Vorstellungsgespräch

Veröffentlicht am 04.08.2021 von Henrik Jasek, Leiter ostjob.ch
vorstellungsgespraech
Der erste Eindruck zählt, denn das Gehirn benötigt nur den Bruchteil einer Sekunde, in dem Sie sich ein Bild von Ihrem Gegenüber machen. Ein guter erster Eindruck lässt Sie nicht nur sympathisch, sondern auch kompetent wirken, was sowohl im Berufs- als auch im Privatleben so manche Türe öffnet. "Guten Tag, mein Name ist ... " ist der Einstieg für eine klassische Selbstvorstellung. Doch es geht auch origineller. Wie das funktioniert - informieren Sie sich hier!
Sympathisch auf den ersten Blick: Die Rahmenbedingungen

Bei der Selbstvorstellung kommt es nicht nur darauf an, was Sie sagen, sondern auch wie Sie es sagen. Das ist unter den Rahmenbedingungen zu verstehen, die von Mimik und Gestik über die Stimme bis zum Gesamteindruck reichen.
  • Körpersprache: Der erste Eindruck entsteht auch über das Sehen. Im Idealfall stehen Sie aufrecht und mit lockeren Schultern, sodass Sie eine entspannte Körperhaltung einnehmen. Beide Beine stehen fest auf dem Boden, während die Arme lässig herabhängen. Ihr Blick richtet sich in die Runde beziehungsweise auf eine konkrete Person, mit der Sie bereits von Weitem Augenkontakt suchen.
  • Blickkontakt: Während Sie sich vorstellen, halten Sie den Blickkontakt zu Ihrem Gegenüber. Das zeigt nicht nur Interesse, sondern auch Selbstbewusstsein. Lebendiger wirkt der Blickkontakt, wenn Sie ihn immer wieder kurz lösen, um ihn dann erneut wiederherzustellen.
  • Lächeln: Ein strahlendes Lächeln öffnet viele Türen. Denn regelmässig lächelt die angelächelte Person zurück, sodass eine angenehme Atmosphäre entsteht, noch bevor Sie überhaupt ein Wort mit Ihrem Gegenüber gewechselt haben.
  • Stimme: Achten Sie auf Ihre Stimme beziehungsweise auf die Tonlage. Tatsächlich wird sie höher, wenn Menschen nervös sind. Und nicht nur das Sehen, sondern auch das Hören ist verantwortlich für den ersten Eindruck, den andere von Ihnen gewinnen. Versuchen Sie deshalb mit klarer, fester und ruhiger Stimme zu sprechen.
  • Hierarchien: Bewegen Sie sich in einem geschäftlichen Umfeld, sollten Sie bei Ihrer Selbstvorstellung Hierarchien berücksichtigen. Treffen Sie beispielsweise auf mehr als drei Personen, verläuft die Vorstellung von links nach rechts. Bei grösseren Gruppen ist es sinnvoll die ranghöchste Person beziehungsweise den Gastgeber zuerst zu begrüssen. Was die Geschlechter angeht, spielt die Leitlinie "Ladies first" im Berufsleben keine Rolle.

Tipps für eine originelle Selbstvorstellung

Die nachfolgenden Beispiele sind als Inspiration für eine originelle Selbstvorstellung zu verstehen. Gedacht sind sie für Zusammenkünfte in lockerer Atmosphäre, zum Beispiel für ein geschäftliches Meeting oder Seminar.

1. Komplizierte oder originelle Nachnamen

Haben Sie einen komplizierten oder originellen Nachnamen, bietet es sich an, diesen bei der Vorstellung zu buchstabieren. Ist Ihr Nachname originell, können Sie ihn vergleichen, zum Beispiel "mein Name ist Mai wie Dezember" oder "mein Name ist Herbst wie Frühling". Und schon haben Sie einen guten Gesprächseinstieg.

2. Seltene oder schwer auszusprechende Namen

Ist Ihr Name selten oder schwer auszusprechen, können Sie den Hintergrund erklären beziehungsweise die Aussprache näher erläutern. Das kann sehr amüsant sein, wenn andere Menschen versuchen, Ihren Namen nachzusprechen.

3. Gemeinsamkeiten finden

Abhängig von Ihrem Namen lassen sich Gemeinsamkeiten in Bezug auf den Lifestyle oder die Kultur finden. Vielleicht heissen Sie mit Vornamen Lilly oder Martina, sodass Sie eine Verbindung zu Lillet, dem Apéritif in verschiedenen Varianten, oder zu Martini, dem Apéritif oder Zusatz in Cocktails, herstellen können. Zum Beispiel "mein Name ist Lilly, ähnlich wie Lillet - das ist im Sommer mein Lieblingsgetränk". Auch das ist ein guter Einstieg in Smalltalk.

4. Selbstironie senkt Gesprächsbarrieren

Dass Sie Humor haben und zur Selbstironie fähig sind, beweisen Sie, wenn Sie beispielsweise bei der Vorstellung Ihren Spitznamen verraten, der möglicherweise besonders skurril ist. Dadurch, dass Sie Persönliches von sich preisgeben, werden mögliche Barrieren gesenkt, sodass die Gesprächsanbahnung einfacher wird.

5. Eigenwerbung

Diese Variante ist insbesondere bei Start-ups und anderen Gründern beliebt sowie lockeren geschäftlichen Treffen beliebt. Dort werden häufig Motto- oder Profil-T-Shirts getragen, um Eigenwerbung zu machen und sich vorzustellen. Das kann nahezu wortlos geschehen, indem Sie auf Ihr T-Shirt zeigen, auf dem Ihr Name, der Name des Unternehmens, ein Logo oder ein selbsterklärender Spruch aufgedruckt sind. Es reicht also aus, wenn Sie Ihren Namen sagen und dann auf Ihr T-Shirt verweisen.

Für welche Variante der originellen Selbstvorstellung Sie sich entscheiden, hängt von der jeweiligen Situation und von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Möglich ist auch, zwei Varianten miteinander zu kombinieren. Probieren Sie es einfach aus, und finden Sie heraus, welche Art der Selbstvorstellung am besten zu Ihrer Persönlichkeit und zum gegebenen Anlass passt.