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Erste Berufserfahrung: ein spannendes Thema im kompakten Überblick

Veröffentlicht am 29.10.2021 von Henrik Jasek, Leiter ostjob.ch - Bildquelle: Getty Images
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Berufsstarter haben es nicht leicht. Zunächst gilt es den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu meistern - und dann gibt es noch die Bewerbungsphase, die einige Tücken mit sich bringt. Typisches Hindernis: Bewerber sollen erste Berufserfahrung nachweisen. Doch wie macht man das beim ersten Job? Dieser Überblick gibt Ihnen wertvolle Tipps.
Tipps für Absolventen einer Lehre
 
Sie haben eine gut abgeschlossene Lehre hinter sich? Herzlichen Glückwunsch. Dann haben Sie eine solide Basis für Ihr weiteres Berufsleben schon in der Tasche - und die geforderte erste Berufserfahrung ebenfalls. Denn viele Unternehmen werten die praktischen Inhalte dieser Ausbildungen bereits als erste Berufserfahrung. Dies gilt übrigens auch dann, wenn Sie sich bei Ihrer Ausbildung für das hochwertige Duale Studium entschieden haben sollten. Also: Bewerben Sie sich und betonen Sie die praktischen Inhalte Ihrer Ausbildung ganz besonders.
 
Tipps für Studenten
 

Studieren bedeutet meist, dass Sie eine Ausbildung mit hohem Theorieanteil absolviert haben, der für eine ganze Reihe von beruflichen Einsatzfeldern qualifiziert. Wenn Sie sich nun für einen Job interessieren, der erste Berufserfahrung verlangt, ist die Tätigkeit als Werkstudent die perfekte Option. Sie sammeln praktische Erfahrungen und schnuppern in spannende Berufsfelder hinein. Thematisieren Sie rund um Ihre Bewerbung, welche Aufgaben Sie genau hatten und was Ihnen besonders Freude gemacht hat. Vielleicht gelingt sogar der Einstieg beim Unternehmen, für das Sie als Werkstudent tätig waren?
 
Was genau verlangt das Jobprofil?
 
Viele Berufseinsteiger beziehungsweise Absolventen haben einen bestimmten Fehler gemeinsam: Sie lesen die Jobanzeigen nicht genau. Und gerade das führt zu Fehleinschätzungen. Typisches Beispiel: Der Satz "Wir wünschen uns Bewerber, die erste Berufserfahrung nachweisen können" bedeutet nicht unbedingt, dass dies eine Verpflichtung darstellt. Personaler formulieren Jobanzeigen meist als Idealvorstellung. Das bedeutet aber nicht, dass Bewerber alle Punkte bieten müssen. Anders ist die Sachlage, wenn die Formulierung besagt, dass erste Berufserfahrung eine Grundvoraussetzung für einen Job ist. Natürlich können Sie sich auch dann bewerben, aber Sie müssen damit rechnen, dass Ihnen alle Bewerber vorgezogen werden, die diese erste Berufserfahrung bieten.
 
Den Unterschied kennen: einschlägige oder erste Berufserfahrung?

 
Diese beiden Begriffe sollten Sie unbedingt auseinanderhalten. Denn der Unterschied ist gravierend. Erste Berufserfahrung meint: Sie sollen Praxiserfahrung nachweisen - ob diese nun mit dem Job, für den Sie sich bewerben, relevant ist oder nicht, spielt nicht unbedingt eine große Rolle. Anders ist das natürlich, wenn Unternehmen ausdrücklich einschlägige Berufserfahrung fordern. Diese ist mit dem Job verknüpft und nicht beliebig. Das Fazit: Nehmen Sie die Jobanzeigen also ganz genau unter die Lupe, welche Eigenschaften vom idealen Bewerber eigentlich gefordert werden. Das ist sowohl für die schriftliche Bewerbung als auch das ganze weitere Bewerbungsverfahren das A und O.
 
Freie Berufspraxis sammeln

 
Ihnen fehlt die geforderte Berufspraxis? Es gibt dann noch zwei kluge Optionen, diese nachzuholen. Der bekannteste Klassiker in diesem Bereich ist sicherlich das Praktikum. Es ist eine Möglichkeit, in recht kurzer Zeit Praxisbezug aufzubauen, der von den Personalern in Unternehmen aller Branchen geschätzt wird. Tipp: Sollten Sie Praktika machen, um für eine bestimmte Art von Job erste Berufserfahrung nachweisen zu kennen, sollten sie eng mit den Inhalten verknüpft sein, die der künftige Arbeitgeber beziehungsweise Job von Ihnen verlangt. Das bedeutet, dass es sich um Praktika handeln sollte, die eher einschlägige erste Berufserfahrung bieten. Solche Praktika ermöglichen es Ihnen im Idealfall auch, dass Sie von einem solchen Unternehmen danach vielleicht sogar fest eingestellt werden können. Probieren Sie es aus!
 
Eine andere Option ist es, erste Berufserfahrung im Rahmen von freier Berufstätigkeit zu sammeln. Diese Selbstständigkeit ist ebenfalls schwer, da Sie anfangs ja keine Referenzen haben. Doch mit jedem neuen Job, den Sie erfolgreich meistern, wird das besser. Und vielleicht haben Sie ja sogar mit jedem Job mehr Gefallen an der selbstständigen Arbeit und gründen Ihr eigenes Unternehmen? Insbesondere bei den freien Berufen ist dies keine Seltenheit. Klassisch sind zum Beispiel Berufe, die mit denen Themen Design und / oder IT zusammenhängen. In jedem Fall ist ein solches berufliches Engagement eine besonders gute Art, Kenntnisse aufzubauen und Engagement zu demonstrieren. Und: Sie vermeiden es auf diese Weise wirklich elegant, dass Sie nach der Ausbildung eine Lücke in Ihrem beruflichen Lebenslauf haben.