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Wie kann man die Suche nach Fachkräften effektiv gestalten?

Veröffentlicht am 02.06.2023 von Henrik Jasek, Leiter ostjob.ch - Bildquelle: Getty Images
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Für Unternehmen wird es zunehmend schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden und für den Betrieb zu gewinnen. Dies beruht auf der Arbeitsmarktsituation und den wachsenden Ansprüchen von Arbeitnehmern. Erfahren Sie jetzt, wie Sie Ihre Suche nach Fachkräften effektiv gestalten können.
Suche um Quer- und Wiedereinsteiger erweitern

Unter Fachkräfte verstehen viele Unternehmen solche, die aufgrund ihrer Fachkenntnisse und Erfahrungen unkompliziert eingesetzt werden können. Kandidaten mit wenigen Erfahrungen und vor allem Frauen, die aufgrund von Kindererziehung viele Jahre beruflich pausiert haben, fallen bei den Bewerbungen oftmals aus dem Raster.

Gleiches gilt für Quereinsteiger, die aus einer anderen Branche und vielleicht sogar einem anderen Fachbereich kommen, der aber vergleichbare Fähigkeiten mit sich bringt. Sie können Quer- und Wiedereinsteiger durch interne Trainings gezielt auf eine Position
anlernen oder durch Weiterbildungen erforderliche Qualifikationen erreichen. Diese Chance sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Persönlicher Kontakt zum Vertrauensaufbau

Über eine Stellenausschreibung ist kein Vertrauensaufbau und folglich keine Förderung des Wohlgefühls von potenziellen Fachkräften möglich. Das funktioniert ausschliesslich über den persönlichen Kontakt. Fügen Sie deshalb Ihrer Stellenanzeige die Möglichkeit für den Bewerber hinzu, sich mit Ihnen in Kontakt setzen zu können, wenn Fragen zum Job und/oder zum Unternehmen bestehen. Zusätzlich erreichen Sie damit, dass bei eventuellen Unklarheiten, Fachkräfte Ihr Stellenangebot nicht gleich verwerfen.

Manchmal ist weniger mehr

Hoch qualifizierte Stellen werden gern mit unzähligen Fachbegriffen beschrieben. Diese sind nicht allen Fachkräften bekannt, weil sie eventuell erst neu aus dem Ausland in der Schweiz eingeführt wurden und/oder in bisherigen Unternehmen andere Fachbegriffe zur Anwendung kommen. Potenzielle Bewerber können damit schnell überfordert werden, das Interesse verlieren und Ihr Stellenangebot wegklicken.

Manch fühlen sich vielleicht auch unterqualifiziert, obwohl sie für Sie interessant
sein könnten. Deshalb beschränken Sie sich beim Stellenprofil nur auf die Basisanforderungen und verzichten Sie auf lange Auflistungen erwünschter Kenntnisse und Fertigkeiten.

Nicht auf Auslesung von Recruiting-Tools verlassen

Benutzen Sie im HR oder als Recruiter eine Jobbörsen-Software, sollten Sie das fehlende Auslesen von Fliesstexten über entsprechende Tools berücksichtigen. Zahlreiche Kandidaten bewerben sich noch mit Anschreiben und auch Arbeitgeberzeugnisse sind im Fliesstext verfasst.

Beurteilen Sie potenzielle Mitarbeiter nur nach den Informationen aus der Rekruitingsoftware, verpassen Sie vielleicht bedeutende Details aus weiteren Dokumenten und gegebenenfalls den perfekten Kandidaten für Ihre zu besetzende Stelle.

Verspielen Sie keine unnötige Zeit

Um sich sicher zu sein, die ideale Besetzung für eine offene Position finden zu können, laden Unternehmen oftmals zum zweiten oder dritten Interview ein und arrangieren Probearbeitstage für mehrere infrage kommende Kandidaten. Das kostet Zeit, die Ihnen zum Verhängnis werden kann. Durch die umfangreiche Nachfrage an Fachkräften könnte Ihnen währenddessen ein anderes Unternehmen einen Bewerber wegschnappen.

Zeit führt aber auch dazu, dass es sich Bewerber anders überlegen und ihre Bewerbung vom Arbeitsmarkt zurückziehen. Deshalb sollten Sie den Bewerbungs- und Entscheidungsprozess so kurz wie möglich halten. Aber entscheiden Sie sich auch nicht zu früh für einen Kandidaten, solange Sie noch nicht über alle potenziellen Mitarbeiter ein ausreichend gutes Bild gemacht haben.